Die Linke appelliert an die Bundesregierung, Flüchtenden aus dem Iran zügig den Zugang zu humanitären Visa über deutsche Auslandsvertretungen zu ermöglichen und das im Aufenthaltsgesetz §22 vorgesehene humanitäre Aufnahmeprogramm zu reaktivieren. Hintergrund ist die jüngst eskalierte Lage, ausgelöst durch staatliche Repressionen im Iran und den zusätzlichen militärischen Druck. Während bislang keine massenhaften Fluchtbewegungen nach Europa zu beobachten sind, warnen Hilfsorganisationen vor einer ernsten Verschärfung, insbesondere in den Nachbarregionen wie dem Libanon, wo zehntausende Menschen bereits Schutz suchen. Ergänzend wurde in aktuellen Medien (Tagesschau, FAZ, Zeit) mehrfach betont, dass die Visavergabe an besonders gefährdete Gruppen – etwa Oppositionelle oder verfolgte Minderheiten – im Zentrum der politischen Debatte steht, und die EU angesichts der labilen Lage „präventiv“ Unterstützung für Flüchtlingsaufnahmeländer plant. Auch auf europäischer Ebene gibt es Forderungen nach mehr Flexibilität bei sicheren Flüchtlingsrouten. Es bleibt die Unsicherheit: Noch handelt es sich um Szenarien, aber viele Beobachter halten wachsende Fluchtbewegungen bei weiterer Eskalation für wahrscheinlich.