US-Aktienmärkte unter Druck nach Trumps China-Besuch – Verluste bei wichtigen Indizes

Anleger an der Wall Street reagierten enttäuscht auf Trumps Aufenthalt in China – die Unsicherheit lastet schwer auf den Kursen.

15.05.26 22:45 Uhr | 3 mal gelesen

Der Freitag an den US-Börsen stand ganz im Zeichen von Unbehagen: Unsicherheiten rund um die Ergebnisse von Trumps China-Reise ließen die Kurse der führenden Aktienindizes spürbar abrutschen. Dow Jones gab um 1,1 Prozent nach und sank auf 49.526 Punkte, während der technologielastige Nasdaq-100 mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 29.125 Punkte auf Tauchstation ging. Auch das breite Markbarometer S&P 500 verlor 1,2 Prozent und landete bei 7.409 Zählern. Trotz höflichem Empfang in Peking blieb Handfestes aus; die erwarteten Fortschritte etwa bei offenen Zollfragen fehlten gänzlich. Stattdessen brachte das Treffen neue Unsicherheiten, wie die Neuauflage der Taiwan-Problematik, nachdem China seine Ansprüche betonte und Trump Waffenlieferungen zur Disposition stellte. Für die Märkte, besonders jene, die auf Halbleiter angewiesen sind, ist ein potenzieller Taiwan-Konflikt ein Albtraum. Auch der Ölpreis zeigte sich weiterhin fest, mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent beim Brent-Barrel – wohl eine Reaktion auf geopolitische Spannungen und die Frage, ob Trump in Sachen sichere Seewege Erfolg hatte. Parallel dazu gerät angesichts erhöhten Preisdrucks auf breiter Front nun auch das Thema Zinserhöhungen zunehmend in den Fokus – ein Albtraum für Anleger in Aktien. Der Goldpreis sackte wiederum ab, für eine Feinunze wurden am Abend 4.542 Dollar fällig (minus 2,3 Prozent), während der Euro noch schwächer notierte als zuvor.

Nach Trumps Besuch in China rutschten US-Aktien-Indizes klar ab, da Investoren sowohl anhaltende Strafzoll-Streitigkeiten als auch neue Unruhe wegen des Taiwan-Konflikts verunsichern. Trotz freundlicher Gesten zwischen Trump und der chinesischen Führung zeichneten sich keine Einigungen bei wesentlichen Handelsfragen ab, woraufhin auch die Preise für Rohstoffe und Währungen volatil reagierten. Während Öl spürbar teurer wurde, gerieten Gold und der Euro deutlich unter Druck. Neue Analysen sprechen davon, dass geopolitische Risiken an den Börsen akut wieder ein Thema werden und kurzfristig mit höherer Volatilität gerechnet werden muss. Der US-Aktienmarkt zeigt sich ohnehin überhitzt, und die Erwartung baldiger Zinserhöhungen durch die US-Notenbank schreckt Anleger zusätzlich – nicht zuletzt mit Blick auf die ohnehin straffere Geldpolitik (Quelle: ZEIT). Gleichzeitig verstärkt China seine Rhetorik zu Taiwan, was das Risiko einer weiteren Eskalation erhöht (Quelle: FAZ). Insgesamt bleibt die Stimmung an den Finanzmärkten angespannt: Ökonomen verweisen auf schwierige Zeiten für risikofreudige Anleger und warnen vor schnellen Gegenbewegungen (Quelle: Süddeutsche).

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