Friedrich Merz telefoniert erneut mit Donald Trump

Bundeskanzler Merz (CDU) führte laut eigenen Angaben ein weiteres Telefonat mit US-Präsident Trump.

heute 18:00 Uhr | 1 mal gelesen

Merz ließ am Freitag auf X (ehemals Twitter) verlauten, dass er mit Trump „ein konstruktives Gespräch“ geführt habe. Auffällig: Trump befand sich laut Merz auf dem Rückflug aus China, was der Sache eine interessante Note verleiht. Gemeinsam, so Merz, sei man sich in zentralen außenpolitischen Fragen einig – insbesondere, dass der Iran dringend zurück an den Verhandlungstisch muss. Die Straße von Hormus müsse für den internationalen Handel passierbar bleiben, und Iran solle keinerlei Atomwaffen besitzen, betonte Merz. Auch die Suche nach einer Friedenslösung im Ukraine-Konflikt kam zur Sprache. Mit Trump habe er sich gezielt im Vorfeld des Nato-Gipfels in Ankara abgestimmt. Die transatlantische Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA bezeichnete der Kanzler als „tragende Säule“ der Nato. Er setzte seinen Post übrigens gleich zweisprachig ab – ein weiterer Beweis, wie sehr Politik mittlerweile von öffentlichen Plattformen abhängt. Das Kantige, das Unausgesprochene: Es ist noch nicht lange her, da herrschte eisige Stimmung zwischen Merz und Trump. Merz hatte zuvor öffentlich die Iran-Strategie der Amerikaner kritisiert – was Trump prompt mit schneidender Bemerkung und der Ankündigung des Abzugs mehrerer tausend US-Soldaten aus Deutschland quittierte. Irgendwie wirkt das alles wie ein politisches Schachspiel: Heute versöhnliche Töne, morgen womöglich wieder Zoff.

Merz und Trump setzen nach einer angespannten Phase ihren Dialog fort und signalisieren außenpolitische Einigkeit zu Iran, Ukraine und Nato-Stellungnahmen. Während Merz betont, dass Iran zur Diplomatie und die Straße von Hormus offengehalten werden müsse, bleibt die Geschichte zwischen beiden von Misstönen und politischen Kehrtwenden geprägt. Aktuell wirken ihre Aussagen wie ein Versuch, Verlässlichkeit zwischen Deutschland und den USA herzustellen, wissen aber auch um die wankelmütige Natur solcher Allianzen. Neuere Pressestimmen heben hervor, dass das Gespräch in eine kritische Phase der internationalen Beziehungen fällt: Die angespannte Lage in Nahost, die Unsicherheiten rund um die Ukraine sowie die Verschiebung globaler Allianzen setzen Regierungen unter Druck. Jenseits der symbolischen Versöhnung ist unklar, ob tatsächlich tragfähige Vereinbarungen erzielt oder lediglich politische Show geboten wurde. Zahlreiche Kommentare sprechen von einer strategischen Annäherung vor dem Nato-Gipfel, hinter der die Unsicherheiten der letzten Jahre weiter mitschwingen.

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