Der Sozialverband VdK unterstützt die geplante Sozialstaatsreform, hebt insbesondere Fortschritte wie Digitalisierung und bürgerfreundlichere Verwaltung hervor, äußert sich aber zugleich kritisch zu möglichen Einsparungen etwa im Bereich Wohngeld, die gerade Menschen mit wenig Geld besonders treffen würden. VdK-Präsidentin Bentele fordert leidenschaftlich, dass eine Modernisierung nur dann gelingt, wenn die Finanzierung stabil und gerecht bleibt – klare Kante gegen Kürzungspolitik also. IfO-Experte Peichl wiederum spricht von mutigen Ansätzen, sieht aber entscheidende Risiken in den noch offenen Umsetzungsdetails – alles steht und fällt mit dem ausgeklügelten Gesetzestext. Die Reformpläne versuchen, die Komplexität im System zu verringern, Beteiligte sehen darin einen wichtigen Schritt zu mehr Chancengleichheit, sofern die politische Umsetzung mit Augenmaß erfolgt. Weitere Details aus aktuellen Quellen: Die Bundesregierung will mit der Sozialstaatsreform den Antragsprozess für staatliche Hilfen vereinfachen und setzt dabei unter anderem auf eine zentrale digitale Plattform; Experten warnen vor zu großer Eile bei der Umstellung, um kein „neues Bürokratiemonster“ zu schaffen. Aktuell werden Pilotprojekte in einigen Kommunen betreut, um Zugangshürden zu senken und den Service zu verbessern. Zugleich laufen Debatten um die Finanzierung: Arbeitgeberverbände wollen die Beitragslast begrenzen, während Sozialverbände wie der VdK auf höhere Investitionen drängen.