Wall Street steigt – Aussicht auf venezolanisches Öl beflügelt Märkte

Am Montag verzeichneten die US-Börsen deutliche Gewinne. Schlussendlich lag der Dow Jones mit 48.977 Punkten satte 1,2 Prozent über dem Vortag. Kurz vor Handelsschluss notierten auch S&P 500 und Nasdaq 100 deutlich im Plus. Investoren spekulieren offenbar darauf, dass nach den jüngsten Ereignissen rund um Venezuela bald wieder Öl aus dem Land fließen könnte – trotz gegenteiliger Aussagen von US-Präsident Trump.

05.01.26 22:21 Uhr | 31 mal gelesen

An der Börse in New York griffen viele Investoren am Montag zu, allen voran bei Aktien von Öl- und Rüstungskonzernen – Unsicherheit scheint da fast so etwas wie Verlockung zu haben. Daneben kletterte der Euro leicht, notierte bei 1,1725 US-Dollar pro Euro. Überraschend kräftig zogen auch Edelmetalle an: Für eine Feinunze Gold mussten am Montagabend rund 4.445 Dollar hingeblättert werden – ein Plus von 2,6 Prozent, was immerhin 121,89 Euro je Gramm bedeutet. Beim Öl ging es ebenfalls bergauf: Der Brent-Preis stieg spürbar und kostete am späten Abend über 61 Dollar pro Fass, rund 1,8 Prozent mehr als zuletzt. Riecht ein wenig nach kurzfristiger Euphorie, aber wer weiß, wie lange das anhält.

Investorinnen und Investoren in den USA hoffen offenbar darauf, dass durch eine Lockerung der US-Sanktionen nach den politischen Umwälzungen in Venezuela wieder mehr Öl auf den Weltmarkt kommen könnte – auch, wenn Präsident Trump das Gegenteil behauptet. Die aktuelle Entwicklung sorgt dafür, dass sowohl Energiekonzerne als auch Unternehmen aus der Rüstungsbranche gefragt sind – schließlich hängen beide Branchen direkt am Puls geopolitischer Ereignisse. Interessanterweise zeigt sich parallel eine Flucht in Sachwerte wie Gold, was für eine gewisse Unsicherheit im Markt spricht: Steigende Rohstoffpreise deuten darauf hin, dass viele Anleger nicht so recht wissen, wie nachhaltig die aktuellen Gewinne wirklich sind. Jüngste Quellen belegen, dass US-Behörden mit Venezuela, trotz öffentlicher Verlautbarungen, bereits diskret Gespräche zu möglichen Lockerungen führen (siehe aktuelle Artikel auf Zeit.de und FAZ.net). Die aktuelle Entwicklung steht im Zusammenhang mit der globalen Suche nach alternativen Energiequellen und der Unbeständigkeit internationaler Lieferketten, wie im Handelsblatt und der Süddeutschen angesprochen. Laut DW.com hat sich auch der Goldpreis zuletzt weltweit dynamisch entwickelt, da geopolitische Unsicherheiten generell zu einer Flucht ins Edelmetall führen.

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