Jürgen Hardt: Unterstützung für amerikanische Luftschläge gegen iranisches Atomprogramm
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, stellt sich hinter einen erneuten militärischen Einsatz der USA gegen iranische Atomanlagen. Er verteidigt die Angriffe vom Sommer 2025 und sieht sie als notwendig an, da der Iran laut ihm sämtliche roten Linien auf dem Weg zur Nuklearwaffe übertreten habe.
heute 10:37 Uhr | 4 mal gelesen
Hardt hält weitere Luftschläge der USA gegen das iranische Atomprogramm für durchaus realistisch. In diesem Zusammenhang sieht er sie als nachvollziehbaren Schritt, den auch Deutschland mittragen könnte. Gleichzeitig betont er die Risiken für die Vereinigten Staaten: Zahlreiche US-Militärstandorte im Nahen Osten könnten zur Zielscheibe iranischer Vergeltung werden – eine Situation, bei der niemand wirklich weiß, wie weit die Eskalation reicht. Hardt räumt zudem ein, dass Luftangriffe allein vermutlich nicht für einen Umsturz des Teheraner Regimes sorgen, was ihn an Donald Trumps strategischem Kurswechsel zweifeln lässt. Noch vor einiger Zeit habe Trump einen 'Regime Change' ins Spiel gebracht; nun gehe es in erster Linie darum, den Iran von der Bombe abzuhalten. Das Ziel sei natürlich nachvollziehbar, aber es bleibe spürbar hinter den Erwartungen zurück, die im Land einst geweckt wurden.
Jürgen Hardt zeigt sich offen für gezielte US-Schläge auf das iranische Atomprogramm und sieht darin, angesichts der vermeintlich massiven Fortschritte des Iran im Nuklearbereich, ein legitimes Mittel. Er warnt jedoch vor Vergeltungsaktionen, die insbesondere US-Militärstandorte im Nahen Osten gefährden könnten. Hintergrund ist die Neubewertung der US-Strategie gegenüber dem Iran, insbesondere nach den Angriffen 2025, wobei die westlichen Staaten sich vom Ziel eines Regimewechsels zu einer Rückkehr zur bloßen Verhinderung iranischer Atombewaffnung zu bewegen scheinen. Nach aktueller Recherche hat sich die Sanktionslage verschärft: Die EU übt zusätzlichen politischen Druck auf Teheran aus und diskutiert Maßnahmen zur Sicherung der US-Basen in der Region. Die internationale Gemeinschaft ist gespalten – während einige Staaten gezielte Schläge als Eskalation betrachten, wächst in anderen die Sorge, dass ohne massiven Druck die iranische Nuklearkapazität bald Realität sein könnte.