Alexander Schweitzer fordert im Kontext der anstehenden Chinareise von Friedrich Merz einen differenzierten Umgang mit China: Handelsbeziehungen sollten offenbleiben, ohne jedoch auf nötige europäische Schutzmaßnahmen zu verzichten. Schweitzer begrüßt die EU-Initiativen zur Stärkung der europäischen Wirtschaft gegenüber externem Protektionismus, mahnt jedoch zu ausgewogener Reaktion. In aktuellen Stimmen betont Bundeskanzler Olaf Scholz ebenfalls, dass China als Partner wie auch als Systemrivale betrachtet werden muss, was zu einer Neuausrichtung der deutschen China-Strategie geführt hat. Neue Entwicklungen zeigen, dass der EU zunehmend eine Balance zwischen wirtschaftlicher Unabhängigkeit und offenen Märkten abverlangt wird – so laufen beispielsweise Gespräche über Strafzölle für chinesische Elektroautos und die Diversifizierung der Lieferketten (Quelle: Handelsblatt, DW, Spiegel). Gleichzeitig wächst die Sorge, dass eine Über-Abschottung gegenüber China die deutsche Wirtschaft schwächen und Innovationen bremsen könnte. Die Diskussion um Handelsbeziehungen mit China prägt nicht nur die aktuelle Bundespolitik, sondern beeinflusst auch die Debatte auf europäischer Ebene.