SPD drängt auf raschen Bundestagsbeschluss für Social-Media-Verbot bei Kindern

Angesichts des CDU-Vorstoßes für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 möchte die SPD das Thema baldmöglichst im Parlament besiegeln. SPD-Fraktionsmanager Dirk Wiese begrüßt die neue Übereinstimmung mit der Union offen und setzt auf Tempo, um Minderjährige besser vor Risiken im Netz abzuschirmen.

22.02.26 00:02 Uhr | 65 mal gelesen

Jetzt, da auch die Union auf einen strengeren Kurs beim Schutz junger Nutzer einschwenkt, sieht Dirk Wiese, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, das Fenster für einen schnellen Durchbruch gekommen. Er betont: "Am besten verabschieden wir noch in diesem Sommer gemeinsam im Bundestag eine klare Regelung." In Wirklichkeit birgt das Thema aber zahlreiche Streitpunkte – etwa, wie mit Altersüberprüfung, möglichen Ausnahmen oder der Durchsetzung solcher Verbote umzugehen ist. Wiese bleibt dennoch dabei: "Beim Schutz unserer Jüngsten dürfen wir nicht länger zaudern." Ob die Vorhaben dann auch tatsächlich alle Hürden nehmen, bleibt wie üblich im Politikbetrieb erstmal offen.

Die SPD will nach dem CDU-Parteitagsbeschluss zügig ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren im Bundestag durchsetzen. Bislang mangelt es insbesondere an verbindlichen Altersprüfungen auf Plattformen – ein Punkt, zu dem in anderen EU-Ländern wie Frankreich oder Irland bereits neue Ansätze erprobt werden. Internetrecherchen bestätigen: Während viele Eltern die Notwendigkeit begrüßen, gibt es von Verbänden wie Bitkom oder Digitalpolitikern der FDP Kritik, dass ein rigoroses Verbot schwer durchzusetzen und womöglich auch kontraproduktiv sein könnte. Experten diskutieren außerdem, inwiefern solche Regulierungen tatsächlich die psychische Gesundheit von Kindern stärken und ob ein Verbot trotz Umgehungsmöglichkeiten Wirkung zeigen kann.

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