Der 'Aktionsplan zur Bekämpfung organisierter Kriminalität' der Bundesregierung ist ein Schritt, den viele Experten als überfällig erachten: Organisationen, die sich professionell in der Verschleierung von illegalen Geschäften üben, nutzen seit Jahren die fragmentierte Behördenstruktur in Deutschland konsequent aus. Insbesondere wird von Innenpolitikern wie Marcel Emmerich gefordert, dass nicht nur einzelne Delikte ins Visier genommen werden, sondern die komplette Infrastruktur – also zum Beispiel zwielichtige Vermögensströme, Immobilien und Firmen. Nach jüngsten Berichten haben sich neben klassischen Mafia-Syndikaten in Deutschland neue, digital agierende Gruppen etabliert, die Cyberkriminalität, Menschenhandel und Geldwäsche kreativ miteinander verknüpfen. Zugleich steht die effiziente, europaweite Vernetzung der Ermittler nach wie vor völlig am Anfang. Kritiker warnen vor Überwachungsexzessen, während Befürworter den gezielten Einsatz moderner Technologien wie KI als unumgänglich ansehen, damit die Staatsanwaltschaften beim Aufspüren versteckter Gelder endlich auf Augenhöhe mit den internationalen Syndikaten arbeiten. Laut aktuellen Medienberichten (u.a. Spiegel, Zeit) laufen jetzt bereits Pilotprojekte, bei denen digitale Tools helfen, verdächtige Finanzbewegungen schneller zu erkennen – doch der Sprung von der Theorie in die breite Strafverfolgung gelingt bislang eher langsam.