Merz plant umfassenden Austausch mit Trump in Washington

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bereitet sich darauf vor, in Washington kommende Woche eine Vielzahl drängender Themen mit US-Präsident Donald Trump zu erörtern.

heute 12:00 Uhr | 2 mal gelesen

Es klingt fast wie eine diplomatische Selbstverständlichkeit, trotzdem steckt hinter den Worten von Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille mehr Komplexität, als man meinen könnte: In Washington stehen demnächst wieder ‚die großen Fragen‘ auf dem Programm. Klar, bilaterale Beziehungen zwischen Deutschland und den USA, da führt kein Weg dran vorbei. Dazu mischen sich – wenig überraschend – sicherheitspolitische Überlegungen, insbesondere angesichts der wackligen weltpolitischen Lage. Handels- und Wettbewerbsstreitigkeiten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Der Dauerbrenner: Der Zollstreit. Ob Merz hier tatsächlich etwas aus dem Hut zaubern kann, dazu schwieg sich Hille aus. Statt konkreter Zusagen gibt’s zunächst geheimnisvolle Andeutungen, zum Beispiel: Ob Merz Trump wieder ein Gastgeschenk überreicht? 'Lassen Sie sich überraschen.' Am Montag macht sich der Kanzler auf den Weg nach Amerika, gleich am nächsten Tag soll die Rückreise nach Berlin erfolgen. Mitreisende Wirtschaftsvertreter? Diesmal wohl nicht. Ob abseits des geplanten Treffens mit Trump noch spontane politische Begegnungen in der US-Metropole stattfinden, bleibt offen – typisch für die unberechenbare Dynamik letzter Abstimmungen. Kurz gesagt: Offene Punkte bleiben quasi Programm.

Friedrich Merz reist inmitten von globalen Spannungen und einem wirtschaftlichen Wettstreit nach Washington, um gemeinsam mit Donald Trump aktuelle Herausforderungen zu besprechen. Vordergründig mag es um klassisch transatlantische Themen wie Wirtschaftsfragen und Sicherheit gehen, aber zwischen den Zeilen steht viel auf dem Spiel: von Europas Rolle in der Welt bis hin zu den Verwerfungen in der internationalen Handelslandschaft. Hinzu kommt die Unsicherheit, wie Trump – je nach Gesprächslauf – für künftige Zusammenarbeit zu gewinnen ist. Mehrere renommierte Medien berichten, dass Handelskonflikte, Sicherheitskooperationen (insbesondere im Lichte des Ukraine-Kriegs und zunehmender geopolitischer Unsicherheiten) sowie das künftige Verhältnis zwischen EU und den USA voraussichtlich eine zentrale Rolle bei den Gesprächen spielen werden.

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