Irgendwie lief’s nicht rund an den amerikanischen Börsen zum gestrigen Handelsende in New York: Während der Dow Jones sich zwar zäh nach oben schob und mit 49.499 Punkten knapp im grünen Bereich Schluss machte, rutschte der S&P 500 einige Minuten davor um ein halbes Prozent auf rund 6.909 Zähler ab. Noch ungemütlicher wurde’s an der Nasdaq: Der viel beachtete Nasdaq 100 knickte satte 1,2 Prozent auf etwa 25.034 Punkte ein.
Kurios: Chipgigant Nvidia präsentierte nachbörslich zwar Zahlen, die sogar die kühnsten Analystenträume übertrafen – Umsatz, Gewinn, alles besser als gedacht. Trotzdem fiel die Aktie am Folgetag. Die Anleger stellen sich offenbar die altbekannte Frage: Wie sicher ist der Ausblick? Gerade die miese Stimmung rund um Chinas Wirtschaft und Gerüchte um zu knappe Gaming-Chips ließen die sonst verwöhnten Tech-Jünger zweifeln. Nvidia dient ja für viele schon fast als Temperaturfühler, wenn’s um den KI-Boom und dessen Auswirkungen auf die Börsen geht.
Der Euro tat sich irgendwie schwer: Bis zum Abend gab’s ein kleines Minus, gehandelt wurde zu 1,1803 US-Dollar. Ein Dollar war entsprechend für 0,8472 Euro zu haben – Währungsfreunde werden’s notieren, aber im Großen und Ganzen blieb’s eher unspektakulär. Interessanter lief es beim Edelmetall: Gold besticht (mal wieder) mit etwas Glanz, 5.198 US-Dollar pro Feinunze sind immerhin ein Zugewinn von 0,6 Prozent. In Europa entspricht das 141,59 Euro pro Gramm.
Und dann noch ein kurzer Blick aufs schwarze Gold: Öl der Sorte Brent notierte am Abend leicht fester bei 70,92 US-Dollar das Fass – ein marginales Plus von sieben Cent, aber immerhin.
Die amerikanischen Aktienmärkte fanden am Donnerstag keinen gemeinsamen Takt, während sich vor allem Tech-Werte wie der Nasdaq 100 schwer taten. Obwohl Nvidia mit seinem Quartalsbericht überzeugte, blieb die Unsicherheit aufgrund möglicher Exporthürden nach China und Knappheit mancher Chips bestehen; der Wert des Dow Jones legte hingegen moderat zu. Zusätzliche Analysen führen die Schwäche im Tech-Sektor nicht nur auf einzelne Unternehmen zurück, sondern auch auf eine generelle Nervosität hinsichtlich KI-Zukunft, geopolitischer Risiken und einer möglicherweise schon recht ambitionierten Bewertung vieler Technologiewerte.
In aktuellen Berichten wird zudem die anhaltende Debatte um mögliche US-Zinssenkungen und ihre Auswirkungen auf die Aktienmärkte thematisiert. Insbesondere Tech-Werte stehen nach starken Kursanstiegen im Mai unter Beobachtung, ob die Rally nachhaltig ist oder eine Korrektur droht. Parallel dazu berichten Medien über den weiterhin starken Einfluss von Makrofaktoren wie Inflation, geopolitische Unsicherheiten – inklusive der Situation im Nahen Osten – und Rohstoffpreisentwicklungen.
Weitere Details: Positiv aufgenommen wurden die Goldgewinne, da sie als Absicherung gegen Volatilität gelten. Beim Öl war die Lage hingegen ruhiger, wobei Analysten angesichts OPEC-Entscheidungen und Konjunkturdaten mit baldiger größerer Bewegung rechnen. Schließlich beobachten viele Anleger gebannt die weiteren Schritte der US-Notenbank und mögliche Exportbeschränkungen für Tech-Unternehmen, die neues Marktrisiko bergen könnten.