Jürgen Hardt: CDU-Außenpolitiker hält sich mit Trump-Kritik wegen Ukraine zurück

Jürgen Hardt, CDU-Außenexperte, verzichtet trotz kontroverser US-Aktion gegen Venezuelas Maduro auf Kritik an Trump – aus Rücksicht auf laufende Gespräche zur Ukraine.

05.01.26 21:35 Uhr | 18 mal gelesen

„Also, bei Grönland war alles glasklar. Aber jetzt, bei Venezuela – das ist eine ganz andere Story“, meinte Jürgen Hardt am Montag im Gespräch mit RTL und ntv. Er fügte hinzu, dass laute Worte seinerseits vermutlich ohnehin keine Wirkung auf Donald Trump hätten. Klar stellte Hardt: „Ich sage nicht, dass es völkerrechtsmäßig okay ist, jemanden auf fremdem Boden zu verhaften.“ Parallel dazu warf er Nicolás Maduro vor, sich durch gefälschte Wahlen wiederholt selbst zum Präsidenten gemacht zu haben – und bezeichnete ihn als Diktator. Die eigentliche Frage laute nun, was aus dieser Situation werde. Seine Zurückhaltung gegenüber Trump erklärte Hardt explizit mit dem Fokus auf die Ukraine-Gespräche. Das Ziel sei, gemeinsam mit Washington zu agieren, statt wegen Nebenschauplätzen wie Venezuela zum jetzigen Zeitpunkt Konflikte mit der US-Regierung zu riskieren. Solange es noch Fortschritte Richtung Frieden gebe, sei Besonnenheit klüger als eine Konfrontation.

Jürgen Hardt (CDU), außenpolitischer Sprecher, bleibt in Bezug auf Donald Trumps Vorgehen gegen Venezuelas Präsident Maduro bewusst zurückhaltend, um die fragile Zusammenarbeit mit den USA in der Ukraine-Politik nicht zu gefährden. Er kritisiert zwar die Rechtmäßigkeit der Festnahme auf fremdem Boden, bezweifelt aber den Wert offener Konfrontation, solange die Ukraine-Gespräche andauern und Fortschritte sichtbar sind. Auffällig ist die strategische Prioritätensetzung deutscher Außenpolitik – und die gelassene Haltung gegenüber Trumps Kurs, insbesondere im Lichte jüngster Nachrichten, laut denen innerhalb der Union Spannungen über den Umgang mit US-Politik herrschen. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Druck auf westliche Regierungen wächst, klare Positionen gegenüber autoritären Regimen zu beziehen, während gleichzeitig die Dringlichkeit diplomatischer Einigkeit mit den USA wegen des Kriegs in der Ukraine zunimmt. Laut Recherchen in internationalen Medien gibt es weiterhin keine einheitliche Strategie Europas hinsichtlich einer Antwort auf etwaige Völkerrechtsverstöße der USA, insbesondere dann, wenn diese im Kontext der globalen Sicherheitsarchitektur erfolgen.

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