Weichen stellen für 2040: Die Hochschule als Zukunftslabor

Eisenstadt – Ministerin Eva-Maria Holzleitner macht sich stark für die Zukunft der Hochschule Burgenland. Ein symbolträchtiger Werkzeugkasten soll ihr dabei als Leitfaden für die kommenden Herausforderungen dienen.

20.01.26 11:29 Uhr | 3 mal gelesen

Mal ehrlich: Dass die Hochschullandschaft ständig nach vorn rudern muss, ist nichts Neues. Aber wenn eine Wissenschaftsministerin wie Eva-Maria Holzleitner an die Pforten der Hochschule Burgenland klopft, wird das ganz plötzlich real. Und – irgendwie auch greifbar begegnet sie der jüngeren Generation, die sich trotz oder gerade wegen der Hürden in den Hörsälen versammelt. Kurios: Drei Viertel der Studierenden hier schreiben Hochschulgeschichte in der eigenen Familie. Chancengleichheit – mehr als ein Schlagwort, vielleicht sogar ein echtes Versprechen an die Region. Holzleitner sieht die Notwendigkeit, gerade jetzt mächtig umzudenken: Globale Krisen, Künstliche Intelligenz, Demokratiedefizite – die Liste ließe sich fortsetzen. Hochschulen sind längst Knotenpunkte, an denen so ziemlich alle Zukunftsfragen zusammenlaufen. Der Plan? Mit der "Hochschulstrategie 2040" Großes neu denken, Hochschulen zu Foren für kritisches Denken, Innovation und sozialen Aufstieg machen. Auch Hochschul-Geschäftsführer Georg Pehm hat es satt, immer von der Belastungsgrenze zu sprechen. Der Sparkurs, den die Regierung fährt, ist für viele schlicht eine Zumutung geworden. 2027 müsse jetzt als Zielmarke für verlässliche Finanzierung herhalten. Pehm nimmt kein Blatt vor den Mund: Wer viel verlangt, darf als Gesellschaft eben nicht zu wenig geben. Bettina Schauer-Frank, die Rektorin, will weniger Vorschriften und mehr Eigenverantwortung. Dass Hochschulen direkt vor Ort entscheiden könnten, wo neue Studiengänge Not tun, klingt für sie nach der einzig logischen Konsequenz. Autonomie ist das Zauberwort. Natürlich braucht das System jedemenge Mut – und vielleicht auch einen Werkzeugkasten. Mit Maßband, Wasserwaage, Hammer und Schraubenzieher als Sinnbild dafür, dass Hochschulpolitik eben auch Handwerk ist. Klingt fast ein bisschen pathetisch, aber irgendwie macht es gerade Sinn. Beim Besuch der Ministerin kam es dann auch zu echten Gesprächen: mit Leitung, Personalvertretung – und vor allem Studierenden, die sich den digitalen Medien verschrieben haben. Ganz ehrlich: Für die Baustelle 'Hochschule 2040' braucht es nicht nur neue Pläne, sondern auch jede Menge Energie. Falls mal die Puste ausgeht, bietet der Werkzeugkasten wenigstens Traubenzucker und eine Wasserflasche.

Die Hochschule Burgenland zeigt mit der hohen Zahl von 'First-Generation-Students' beispielhaft, wie Bildung soziale Aufstiegschancen ermöglichen kann. Wissenschaftsministerin Holzleitner möchte die Hochschulen mit einer weitreichenden Strategie als Innovationszentren und Orte gesellschaftlicher Aushandlung stärken. Zu den größten Herausforderungen zählen hierbei die Sicherstellung der Finanzierung ab 2027, weniger Bürokratie und mehr institutionelle Autonomie, wie Hochschulrektoren und -manager fordern. Jüngste Entwicklungen laut Medienrecherchen zeigen, dass Hochschulpolitik europaweit unter enormem Veränderungsdruck steht – KI und Digitalisierung verändern auch in Deutschland oder der Schweiz bestehende Strukturen massiv, während die Forderung nach fairer Finanzierung, mehr Autonomie und Balance zwischen Wirtschaft und Wissenschaft lauter wird. Die Landeshochschulen in Österreich stehen unter besonderer Beobachtung: Falsche Weichenstellung könnte Chancen auf Diversität und Innovation blockieren. Viele Universitäten versuchen gerade, mit flexibleren Studienmodellen, mehr Praxisbezug und verstärkter Internationalisierung zu antworten. Gleichzeitig steigt der Erwartungsdruck von Politik, Wirtschaft und Studierenden, sodass eine bloße Anpassung der alten Strukturen kaum noch ausreicht – echte Reformen sind notwendig.

Schlagwort aus diesem Artikel