Weltspiegel – Auslandskorrespondenten hautnah: Geschichten von Unruhe, Hoffnung und Neuanfang

Am Sonntagabend, 18. Januar 2026, leitet Tessniem Kadiri durch eine bewegte Sendung im NDR, die fremde Lebenswelten, politische Krisenherde und unerwartete Erfolgsgeschichten in den Fokus rückt.

heute 17:21 Uhr | 3 mal gelesen

Themenübersicht: Iran: Stillstand oder Wende? Im Iran herrscht eine lähmende Stille – nicht von Frieden, sondern von Angst. Nach den gewaltsamen Übergriffen durch das Regime und dessen Schergen haben sich die Menschen in die Häuser zurückgezogen; das Risiko, verhaftet oder schlimmeres zu werden, ist zu präsent. Trotzdem ist da dieses Brodeln: die Hoffnung, der Ärger. Der Beitrag blickt auf eine zerrissene Gesellschaft, die noch nicht aufgegeben hat. Grönland: Widerstand gegen Trumps Übernahmegelüste Verstörende Nachrichten aus dem hohen Norden: Noch immer pocht US-Präsident Trump auf das absurde Vorhaben, Grönland zu ‚kaufen‘. Die Bevölkerung reagiert – vorsichtig formuliert – reserviert, längst sitzen die Narbe kolonialer Unterdrückung tief. Trotz finanzieller Verlockungen will sich kaum jemand zum Verkauf der Heimat hinreißen lassen – und Dänemark bleibt in einer Zwischenposition gefangen. Kuba: Alltag zwischen Dunkelheit und Ungewissheit Kuba bleibt isoliert: Stromausfälle, Versorgungsmängel, und nach den Sanktionen der USA steigt die Unsicherheit. Nach Trumps jüngsten Drohungen und der Festnahme Maduros fürchten viele, das nächste Land zu sein, das politisch gekippt wird. Wie lebt es sich mit ständigem Unbehagen? Ein Blick auf Sorgen und Widerstände der Inselbewohner. USA: Dschungel-Drill statt Wüstentraining Schwitzende GIs auf Hawaii: Die US-Armee verlegt ihre Übungsareale in den tropischen Regenwald, um für Einsätze im Indo-Pazifik oder (theoretisch) Lateinamerika gewappnet zu sein. Das Gelände um Waikiki wird damit zum Schauplatz harter Ausbildung und spiegelt die geopolitische Verschiebung amerikanischer Militärpräsenz. Myanmar: Hartnäckige Hoffnung gegen Militärherrschaft Nach dem Putsch ist das Land zutiefst gespalten – ständiger Konflikt zwischen Generälen und Widerstand. Trotzdem stemmen sich Bürger wie Su Su gegen Einschüchterung und geben an der Peripherie Yangons kleine Zeichen der Hoffnung. Der Beitrag wagt ein vorsichtig optimistisches Porträt einer Bevölkerung, die nicht verstummen will, auch wenn die Mächtigen alles versuchen. Singapur: Von Haushaltshilfe zur Gründerin Singapur lebt von Migrantinnen – oft unsichtbar, lange Jahre getrennt von ihren Familien, schuften sie im Privathaushalt. Nun helfen Programme dabei, ihnen Wege ins Unternehmertum zu eröffnen und nach der Rückkehr in die Heimat Perspektiven aufzubauen. Ein Stück Selbstermächtigung und ein Ansatz, Arbeitsmigration umzudenken. Uganda: Mit Herz und Füßen – die kletternde Krankenschwester Agnes Nambozo trotzt steilen Pfaden am Mount Elgon, um abgelegene Bergdörfer zu erreichen und medizinische Hilfe zu bringen. Der Alltag verlangt von ihr Kletterkraft, Geduld und Leidenschaft, mehr als manche in einer Woche aufbringen. Ihr Mut und ihre Zähigkeit geben dem Begriff ‚Pflege‘ eine beeindruckend neue Dimension.

In dieser Ausgabe des ‚Weltspiegel‘ verdichten sich persönliche Schicksale und geopolitische Bruchlinien zu einem bunten Panorama der Welt. Im Iran hält das Regime die Bevölkerung trotz wachsendem Unmut in Schach; Grönland verweigert sich dem US-amerikanischen Kolonialhunger. Kuba stöhnt unter Blockaden, und die USA trainieren bereits für Dschungelkriege. Während das Militär in Myanmar weiter mit Gewalt regiert, halten einzelne Bürger den Traum von Demokratie am Leben. In Singapur öffnet sich für viele Arbeitsmigrantinnen die Tür zum Unternehmertum, während Agnes Nambozo in Uganda ihr Leben der Medizin in unzugänglichen Regionen widmet. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN & NEUE HINTERGRÜNDE: - Im Iran wächst der internationale Druck auf das Mullah-Regime; trotz massiver Einschränkungen der Meinungsfreiheit wagen immer mehr Menschen, Protestaufrufe im Netz zu verbreiten. Zugleich berichten Menschenrechtsorganisationen von weiteren gezielten Verhaftungen prominenter Aktivist:innen (Quelle: www.dw.com). - Die geopolitischen Spannungen um Grönland haben sich in den letzten 48 Stunden weiter verschärft: Dänische Regierungsvertreter/innen betonen, Grönland sei nicht verhandelbar und kündigen neue Investitionen in die Infrastruktur der Insel an. Expert:innen sprechen von einem Zeichen an die amerikanische Politik, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit, nicht Verschiebung von Grenzen, im Fokus stehe (Quelle: www.zeit.de). - Auch Kuba steht vor einer neuen wirtschaftlichen Zerreißprobe: Nach Erkenntnissen internationaler Analyst:innen hat die jüngste US-Blockade den Import medizinischer Ausrüstung verzögert. Hilfsorganisationen befürchten eine weitere Verschlechterung der Gesundheitsversorgung auf der Insel (Quelle: www.spiegel.de).

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