Schon der Start hat es in sich: Am 16. Januar, es dürfte, wie so oft, ein überraschend kühler Tag werden, öffnet die Eisbahn ab Mittag ihre Pforten. Es gibt keine große Schwelle für den Einstieg – egal, ob blutiger Anfänger oder alte Eishasen, jeder findet hier seinen Platz. Arnold Bergmann, der Macher des Spektakels, begrüßt Gäste und Offizielle, gefolgt von einem Auftritt von Olaf Berger, der nicht wenigen ein Begriff ist – die Wiederbelebung von „Es brennt wie Feuer“ als Opening. Und fast täglich ist etwas anderes los: Schulklassen schlittern morgens gratis übers Eis, Eislauf-Fans begegnen sich unter Scheinwerferlicht. Die einen sitzen in der Gösser Alm bei Glühwein, die anderen drehen Runden, manchmal still, manchmal mit vielen Bekannten auf einer Bahn, die Europas Maßstäbe setzt.
Manche Szenen wirken fast wie aus einem alten Wintermärchen: Der Duft vom Bratwurststand, das Klirren der Kufen, Eltern mit Kindern an der Hand. Oder das Riesenrad, das über dem Platz thront, kurz die Stadt im Rundblick preisgibt – es ist, als halte Leipzig kollektiv inne, um einen Hauch Skandinavien zu atmen. Für die Aktiven gibt es Pinguin-Laufhilfen, für Mutige die Eisstockbahn (komplett stromlos, auch das ist inzwischen selten). Nicht zu vergessen: Programm-Highlights fast im Wochentakt – vom Schaulaufen über Bambini-Spiele bis hin zur vielleicht längsten Glühwein-Bar des Landes. Fürs Eislaufen zahlt man 7 Euro (ermäßigt 5), beim Schlittschuhverleih wechseln 5 Euro den Besitzer. Außerhalb der fixen Eiszeiten bleibt der Eintritt für Zaungäste gratis, ja, ein bisschen Großstadtgemeinschaft in Eis gegossen.
Natürlich gibt es nicht nur Sport. Bildhauer-Festivals, Kinderfasching, Treffen mit Sportteams oder das urige Lagerfeuer: Vieles davon fühlt sich in diesem Rahmen wie kleine Fluchten aus dem Alltag an. Informationen? Die gibt es online oder direkt am Contact-Point. Leipzig, manchmal kann ein Wintertag eben auch mehr als Kälte bedeuten.
Der Leipziger Eistraum lockt ab 16. Januar 2026 mit Europas größter mobiler Rundlauf-Eisbahn auf den Augustusplatz, bietet täglich von 10 bis 22 Uhr ein breit gefächertes Rahmenprogramm, und ermöglicht kostenloses Eislaufen für Schulklassen unter der Woche. Neben der markanten Eisbahn gibt es eine rustikale Hütte zum Aufwärmen, kulinarische Stände, ein stromloses Eisstockschießen sowie ein 45 Meter hohes Riesenrad für besondere Aussichten über die Stadt. Die Veranstalter setzen auf eine Mischung aus winterlicher Atmosphäre, Gemeinschaftserlebnis und abwechslungsreichem Programm – mitsamt lokalen Vereinen, Künstler-Events und kulinarischen Besonderheiten. Aktuelle Recherchen zeigen, dass das Konzept der mobilen Freiluft-Eisbahnen in Deutschlands Innenstädten weiterhin im Trend liegt, wobei Nachhaltigkeit (etwa durch stromlose Kunsteisbahnen) immer stärker in den Fokus rückt. Auch andere deutsche Städte setzen häufiger auf temporäre Winterparks, als Orte für Begegnung und Innenstadtbelebung. Im direkten Vergleich belegt Leipzig mit dem Eistraum nach wie vor einen der vorderen Plätze hinsichtlich Fläche und Eventvielfalt.