Dobrindt sieht momentan keine verstärkte Gefahr – Sicherheitslage bleibt unverändert

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betont nach den jüngsten Eskalationen im Nahen Osten, dass in Deutschland zurzeit keine neue Sicherheitslage bestehe. Die Behörden behalten die Situation aufmerksam im Auge, beruhigt Dobrindt.

heute 12:26 Uhr | 3 mal gelesen

Dobrindt erläuterte am Mittwoch in Berlin, dass aktuell keine Zunahme der Gefährdungslage vorliege. Allerdings, so schob er hinterher, handele es sich dabei um eine Momentaufnahme – die Einschätzung könne sich natürlich rasch wandeln, falls sich neue Erkenntnisse ergeben. 'Derzeit existiert nur eine abstrakte Gefährdung', sagt Dobrindt, Konkretes gebe es nicht: 'Wir können weder bestimmte Bedrohungen benennen noch erkennen.' Überwacht werden weiterhin insbesondere Regionen und Einrichtungen, von denen bereits bekannt ist, dass sie potenziell gefährdet sein könnten – vor allem amerikanische und israelische Missionen sowie jüdische Einrichtungen im Land. Auch Demonstrationen bleiben im Fokus – wobei das alles keine Brandneuerungen seien, vielmehr ein gewohntes Bild, wie der Minister abschließend betonte.

Nach Dobrindts Aussagen bleiben die deutschen Sicherheitsbehörden angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten wachsam, sehen aber derzeit keinen Grund für Alarmismus. Die Überwachung potenzieller Gefahren für bestimmte Einrichtungen – etwa Botschaften und jüdische Institutionen – erfolgt weiterhin mit erhöhter Aufmerksamkeit, ohne dass dazu konkrete, akute Hinweise auf Anschlagspläne bekannt geworden wären. Aktuelle Recherchen zeigen, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz ebenfalls bestätigt, dass bisher keine spezifischen Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Angriffe bestehen. Trotzdem bleibt die allgemeine Terrorgefahr wie auch in den vergangenen Monaten auf erhöhtem Niveau, Meldungen über verstärkte antisemitische Zwischenfälle seit dem Kriegsausbruch verstärken die Wachsamkeit der Behörden. Die Polizei ist angewiesen, bei Versammlungen, die Bezug zum Nahost-Konflikt nehmen, besonders sensibel und präsent zu agieren, um Eskalationen möglichst frühzeitig zu verhindern.

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