Pflegenotstand – Meurer fordert von Kanzler Merz klare Entscheidungen

Berlin – Der Chef des bpa, Bernd Meurer, äußert sich zum dringlichen Appell zahlreicher Branchenvertreter an Bundeskanzler Friedrich Merz und drängt auf ein neues Verantwortungsbewusstsein in der Pflegepolitik.

heute 12:59 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn die Pflege tatsächlich Priorität hätte, müsste das Thema ganz oben auf dem Kanzler-Schreibtisch landen. Wie Bernd Meurer es ausdrückt: Es geht nicht mehr, einfach tatenlos zuzusehen, während Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zwischen ministeriellen Zuständigkeiten zerrieben werden. Der symbolträchtige Brief von einer beeindruckenden Zahl an Pflegeorganisationen spricht Bände. Was jetzt zu tun ist? Erstens: Die Pflege muss bezahlbar bleiben – das verlangt nach sofortigen Taten. Zweitens: Ausländische Fachkräfte brauchen eine faire und zügige Anerkennung, damit sie rasch in den Arbeitsalltag integriert werden können. Drittens: Pflegeeinrichtungen dürfen finanziell nicht länger auf dem Trockenen sitzen – eine gesicherte Finanzierung und schnelle Zahlungen der Pflegeleistungen sind überfällig. Kurz: Es braucht endlich mehr als warme Worte, um das System zukunftsfest zu machen. (Pressekontakt: Norbert Grote, Hauptgeschäftsführer bpa, Telefon: +49 30 30 87 88 60, www.bpa.de)

Bernd Meurer, Vorsitzender des bpa, unterstreicht mit einem Rückenwind von über 100 gefassten Stimmen aus der Pflege, dass der Bundeskanzler persönlich Verantwortung für die Sicherung der Pflegestrukturen übernehmen muss. Die Forderungen reichen von erschwinglicher Pflege über schnellere Integration internationaler Fachkräfte bis hin zu zuverlässiger Finanzierung der Einrichtungen. Zur aktuellen Debatte: Berichten zufolge wächst der Unmut in der Branche, weil viele Heime in existenzielle Nöte geraten und ausländische Pflegekräfte weiterhin an Bürokratie scheitern. In den vergangenen Tagen häufen sich Stimmen, die ein radikales Umdenken in der Pflegepolitik verlangen – nicht zuletzt, weil immer mehr Pflegepersonal und Einrichtungen aufgeben. Die meisten Experten sind sich einig: Es braucht endlich politische Führung, damit keine weitere Zeit verloren geht.

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