Krisen sind meist unberechenbar. Der Biermarkt 2025 in Deutschland ist jedenfalls so eingebrochen, wie es seit Jahrzehnten keiner erlebt hat – ein Verlust von rund fünf Millionen Hektolitern lässt so manche Brauerei verzweifeln. Aber merkwürdig: Während fast alle um ihr Überleben kämpfen, hält sich Veltins nicht nur über Wasser, sondern klettert leise, aber spürbar nach oben. Klar geht das insgesamt klassische Pils leicht zurück, doch mit breiten Schultern gleicht das Sortiment – von Hellbier-Liebling Pülleken bis zum alkoholfreien Fassbrausen-Trio – die Verluste locker aus. Pülleken legt sogar ordentlich zu, und obwohl viele Deutsche beim Bier lieber sparen oder sogar darauf verzichten, fängt das Hellbier sie irgendwie wieder ein.
Einer der spannendsten Aspekte: 92% aller Veltins-Gebinde sind wiederverwendbare Mehrwegflaschen – konsequent altmodisch und doch ganz vorn, was Ökologie betrifft. Die Brauerei investiert weiter tapfer, nicht zuletzt in ein dickes Windenergiepaket samt der Hoffnung, auf fossile Brennstoffe möglichst bald ganz verzichten zu können. Auch die Personalsituation ist stabil, mit leicht wachsender Belegschaft; von Krisenmodus ist wenig zu spüren. Schaut man ins Detail, sieht man natürlich: Auch Veltins muss Verluste bei einigen Spezialitätenmarken und im Fassbiergeschäft hinnehmen – aber insgesamt bleibt der Laden erstaunlich robust.
Was die Zukunft angeht, gibt sich Veltins mutig: Neue Biermixprodukte tauen das Sortiment für junge Leute weiter auf, und mit Pülleken Alkoholfrei oder der „sauren Zungen“-Kreation der V+-Reihe setzt man Zeichen für das, was die neue Generation vielleicht mal trinken möchte. Der deutsche Biermarkt allerdings steht vor einem epochalen Wandel, oder besser: Er stürzt gerade ab. Dr. Kuhl spricht offen davon, dass viele kleinere Brauereien auf der Strecke bleiben und mancherorts sogar richtig gute Standorte plötzlich für Neugründer auftauchen – seltsame Zeiten für Quereinsteiger in einer Branche, die gerade durchgeschüttelt wird. Alles in allem: Während überall die Zapfhähne versiegt sind, bleibt Veltins erstaunlich cool – und gibt sich überzeugt, dass ihre Mischung aus Qualitätsversprechen, Innovationsfreude und Traditionsbewusstsein tatsächlich mehr als eine Mode ist.
Veltins trotzt der tiefen Branchenkrise 2025 mit minimalem Mengen- und Umsatzplus, getrieben durch innovative Neuprodukte wie das Hellbier Pülleken sowie neue alkoholfreie Optionen. Wichtig ist dem Unternehmen offenbar nicht nur Absatz, sondern auch nachhaltiger Betrieb, denn mit einer Mehrwegquote von 92% und massiven Investitionen in Windenergie geht die Brauerei offensiv in die Zukunft. Laut aktuellen Berichten – etwa von der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und Spiegel – kämpfen fast alle Brauereien unter starken Absatzverlusten, verursacht durch verändertes Konsumverhalten, Inflation und die Nachwirkungen der Corona-Krise. Viele Experten sehen den deutschen Biermarkt vor einer dramatischen Phase zahlreicher Betriebsaufgaben und Standortwechsel, wie auch Branchenvertreter Dr. Kuhl betont. Zusätzlich beeinflusst der generelle Trend hin zu alkoholfreien Getränken und zuckerreduzierten Mixgetränken die Produktpaletten quer durch das Land, sodass sich die gesamte Branche neu aufstellen muss.