Im Jahr 2001 war die Vorstellung, die letzte Ruhe unter Bäumen zu finden, für viele eher befremdlich oder gar romantisch verklärt. Die ersten FriedWald-Bestattungen im Reinhardswald galten als Experiment. Gründerin Petra Bach erinnert sich: 'Nicht nur für Hinterbliebene, auch für Behörden war unser Ansatz damals Neuland.' Heute wäre es schwer, sich die Bestattungslandschaft ohne diese Alternative vorzustellen. Mit mittlerweile 100 Standorten überall in Deutschland hat sich der FriedWald vom Außenseiter zum Symbol für Selbstbestimmung und Naturverbundenheit gemausert. Interessanterweise ist die Zustimmung der Bevölkerung, laut Aeternitas-Umfrage, auf fast ein Viertel angewachsen. Was die wenigsten wissen: Die Standorte sind juristisch als Friedhöfe anerkannt – eine Tatsache, die anfangs durchaus Diskussionsthema war. Die Zusammenarbeit reicht vom Kommunen bis zu diversen Kirchen, was das Modell offen und flexibel hält. Die Perspektive hat sich in 25 Jahren gewandelt: Abschied und Erinnerung verlaufen immer seltener nach starren Regeln, sondern im Rhythmus der Natur. Der Baum als Erinnerungsort – klingt poetisch, ist aber auch praktisch: Familie und Freunde können individuell gedenken, ohne dass eine Marmorplatte dazwischensteht. Es bleibt die Frage, wie sich solche Naturorte langfristig auf unser Verhältnis zu Tod und Trauer auswirken, aber schon jetzt scheint klar, dass sie eine andere Trauerkultur fördern.
Vor 25 Jahren wurde der FriedWald als Neuerfindung der Bestattungskultur eingeführt – inzwischen zählt das Unternehmen 100 Standorte und prägt damit maßgeblich die Akzeptanz alternativer Bestattungsformen in Deutschland. Mittlerweile wünscht sich etwa ein Viertel der Deutschen eine Beerdigung im Wald, getrieben vom Wunsch nach mehr Individualität, Naturverbundenheit und unabhängigen Ritualen. Neueste Medienberichte heben hervor, dass dieser Trend die Diskussion um Nachhaltigkeit, Bodenschutz und spirituelle Diversität weiter befeuert; gleichzeitig reagieren Städte und Kommunen mit eigenen Konzepten für ökologische Ruhestätten und greifen Erfahrungen aus dem FriedWald-Netzwerk gezielt auf. Immer wieder fließen auch gesellschaftliche Debatten um den Wandel des Totengedenkens, pragmatische Aspekte wie Flächenknappheit auf klassischen Friedhöfen sowie die wachsende Offenheit konfessionsunabhängiger Abschiedsformen in die Bewertungen ein.