Mal ehrlich – wann hat Sie das Fernweh zuletzt gepackt? Die NDR Info-Sendung „Zwischen Hamburg und Haiti“ feiert jetzt ihre 75. Runde und lässt dazu Hörer*innen zu Wort kommen: von weltverändernden Begegnungen bis zu spontanen Abenteuern ist alles dabei. Wie kleine Mosaiksteinchen fügen sich Geschichten von Reportern und echten Reiseprofis – oft überraschend persönlich, manchmal beinahe philosophisch.
NDR-Chefredakteur Adrian Feuerbacher schreibt der Sendung mittlerweile fast Kultstatus zu – und beobachtet, dass sie als Podcast noch facettenreicher wurde: Weniger Klischee, mehr echte Lebensrealität hinter der touristischen Fassade. Host Philipp Abresch betont, wie wertvoll ein erweiterter Blick auf die Welt gerade heutzutage ist. "Oft bringt eine Reise sogar uns selbst zum Staunen über das eigene Leben."
Rückblende: Start 1951 – die Deutschen träumen vom Wegfahren, liegen aber praktisch mit dem Ohr am Radio und folgen Ursula Klamroth auf ihren Bildern von Wüstenzügen und fremden Städten. Damals war schon das Zuhören so aufregend wie eine Bahnfahrt ans Ende der Welt.
Heute reisen wir alle mehr, doch das Staunen hat sich nicht erledigt. Das Format schürft tiefer als früher – Mauritius ohne Filter, Mallorca jenseits von Sonnenbrillen-Werbung. Die Sendung bleibt kritisch, auch gegenüber dem Massentourismus.
In Zukunft geht’s noch tiefer: Was ist Reiseglück? Wie gelingt ein Miteinander auf engem Raum? Einmal nach Singapur, einmal ins Glückslabor Las Vegas – und klar, neue Reisetrends kommen ins Rampenlicht, Slow Travel etwa, Abenteuer mit Kindern, Entdeckungen per Bahn oder Segelboot.
Die große Jubiläumssendung läuft am 17. Mai ab 9:30 Uhr auf NDR Info und steht danach (klar!) als Podcast bereit.
Das legendäre Radioreise-Magazin „Zwischen Hamburg und Haiti“ hat zu Recht eine lange Geschichte: Es fing 1951 an, als Radioreisen noch Sehnsuchtsvervielfachung waren, und hält sich heute als Podcast fit für neue Generationen. Das aktuelle Jubiläum wurde zum Anlass genommen, um Hörer*innen und Reiseprofis gemeinsam zum Träumen und Nachdenken einzuladen – mit Geschichten nah am Leben und kritisch gegenüber der globalisierten Reisewelt. Neue programmatische Schwerpunkte sind dabei Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt auf Reisen und der Mut, hinter Fassaden zu blicken.
In den jüngsten Medienberichten rückt die Bedeutung von Radioreisen und Podcasts erneut ins Scheinwerferlicht. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet aktuell schwerpunktmäßig über die Renaissance des Reisens via Audioformate und hebt die emotionale Bindung von Hörer*innen an langjährige Sendungen hervor. Die „Zeit“ geht der Frage nach, wie Formate wie "Zwischen Hamburg und Haiti" mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen, und betont die Relevanz von Reflexion und Diversität. Die „FAZ" wiederum ordnet das Jubiläum in die größere Geschichte des deutschen Radios ein und beleuchtet die Balance zwischen Tradition und Wandel, die das Format auszeichnet.