Nach Angaben Weinbergs steckt die Deutschland-Edition der CPAC aktuell noch mitten in den ersten, ziemlich unübersichtlichen Organisationsphasen. Konkrete Details – etwa zur Location, zum Teilnehmerkreis oder wann genau das Ganze stattfinden soll – bleiben daher erst einmal offen. Was jedoch bereits feststeht: Die Veranstalter betonen nachdrücklich ihre parteiliche Unabhängigkeit, insbesondere gegenüber der AfD und anderen deutschen Parteien.
Kurioserweise sind allerdings bereits im März Vertreter von 'CPAC Germany', darunter George Weinberg selbst und Arian Aghashahi, öffentlich bei einer CPAC-Konferenz aufgetreten. Letzterer führt – etwas widersprüchlich – ausgerechnet eine Stiftung, die eng mit der AfD und der zugehörigen Europaparlaments-Fraktion verbandelt ist. Gleichzeitig äußerte der AfD-Politiker Petr Bystron, das Interesse in den USA und Deutschland an einer CPAC hierzulande sei 'sehr groß' und die Gespräche schon ziemlich fortgeschritten.
Er sieht darin Möglichkeiten, die konservative Szene in Deutschland generell zu beleben und die Bande zwischen der AfD und der republikanischen Partei weiter zu knüpfen. Historisch betrachtet ist die CPAC seit 1973 vor allem das Ultra-Republikaner-Treffen in den USA – seit der Trump-Ära allerdings mehr eine Bühne für Populisten der Marke 'MAGA'. In den letzten Jahren machte die Konferenz mit hochkarätigen Events in Ungarn, Argentinien oder Polen von sich reden, mit Rednern aus der internationalen Rechten – auch AfD-Prominenz wie Alice Weidel war da bereits auf der Bühne. Von anderen deutschen Parteien: Keine Spur.
Das Interesse: Offensichtlich beidseitig.
Die geplante Expansion der CPAC nach Deutschland wird äußerst kontrovers diskutiert, da die Veranstalter zwar wiederholt betonen, unabhängiger von Parteien zu agieren, tatsächlich aber enge Verbindungen zu Akteuren aus dem AfD-Umfeld bestehen. Insbesondere das Erstarken internationaler rechtskonservativer Netzwerke durch solche Treffen verstärkt die Sorge, dass antidemokratische und populistische Strömungen dadurch zusätzlichen Rückenwind erhalten könnten – Unsicherheiten und gegenseitiges Misstrauen bleiben. In aktuellen Medienberichten wird ebenso auf die wachsende internationale Sichtbarkeit des rechten Spektrums und den gestiegenen Einfluss transnationaler Konservativen-Netzwerke hingewiesen, was auch vor dem Hintergrund der anstehenden Europawahlen von besonderer Bedeutung ist. Zusätzlich wird berichtet, dass die AfD derzeit ohnehin unter verstärkter Beobachtung durch Verfassungsschutz steht und die Gefahr internationaler Einflussnahmen auf die deutsche Innenpolitik wächst.
Recherchen zeigen zudem, dass neben der AfD auch weitere europäische Rechtspopulisten die Gelegenheit nutzen wollen, sich mit amerikanischen Strategen und politischen Kampagnenmachern zu vernetzen. Auch das Widerstreitpotential zwischen klassisch konservativen Kräften und dem radikaleren rechten Rand ist nicht zu unterschätzen.