Bundesapothekerkammer treibt neue Weiterbildung für PTA an

In Hamburg hat die Bundesapothekerkammer ein neues Kapitel für PTAs aufgeschlagen: Ein Curriculum für Praxisanleitung soll künftig die pädagogischen Fähigkeiten der Assistentinnen und Assistenten stärken, um ihr Fachwissen auch an den Nachwuchs weiterzugeben. Ziel ist zudem eine bundesweit einheitliche und fachlich fundierte Weiterqualifizierung. Die Details erarbeitet die Kammer nun gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern.

heute 13:23 Uhr | 5 mal gelesen

„Eigentlich ist es überfällig“, findet Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. Die Rolle der pharmazeutisch-technischen Assistentinnen in Apotheken sei viel zu wertvoll, um sie im Weiterbildungsbereich zu vernachlässigen: „Wer sich entwickeln will, soll auch die richtigen Chancen bekommen — nicht nur auf dem Papier, sondern mit echten neuen Kompetenzen.“ Genau das soll jetzt geschehen: Ein erstes Curriculum, das PTAs für die Praxisanleitung schult, ist beschlossen. Sie erwerben damit nicht nur Know-how, sondern auch pädagogische Fähigkeiten, um angehende PTAs qualifiziert begleiten zu können. „Die Attraktivität des Berufs steigt dadurch enorm“, glaubt Hoffmann und sieht darin einen echten Hebel, Apotheken fit für die Zukunft zu machen und den Arbeitsplatz sicherer — und interessanter. Wichtig zu wissen: Die Länderkammern waren in der Vergangenheit kaum für solche Zusatzqualifikationen zuständig. Deshalb muss nun mit Fingerspitzengefühl ausgelotet werden, wie eine Umsetzung rechtssicher und praktikabel erfolgen kann — besonders, was die jeweiligen Heilberufs- und Kammergesetze betrifft. Schon im März 2026 (Anmerkung: das Datum scheint ein Tippfehler, wohl 2024) wurden Eckpunkte gemeinsam mit dem BVpta vereinbart. Die Kernbotschaft: Qualifikation ja, aber keine eigenständige Vertretungsfunktion für PTAs. Wie sich das konkret ausformt, bleibt spannend und wird von vielen im Berufsstand mit Argusaugen verfolgt. Weitere Details (und der ein oder andere skeptische Ton aus der Branche) lassen sich nachlesen auf www.abda.de. Für Fragen stehen Benjamin Rohrer und Dr. Ursula Sellerberg als direkte Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Bundesapothekerkammer will Pharmazeutisch-technische Assistent:innen (PTA) durch neue Curricula und eine bundesweit abgestimmte Weiterbildung aufwerten und so die Attraktivität des Berufsbilds steigern. Mit dabei sind neue pädagogische Kompetenzen, die PTAs zu qualifizierten Praxisanleitungskräften machen sollen. Umgesetzt wird dies in enger Abstimmung mit Landesapothekerkammern und dem BVpta, wobei noch rechtliche und organisatorische Details ausstehen – Ziel jedoch bleibt, PTAs durch neue Entwicklungsmöglichkeiten beruflich und gesellschaftlich aufzuwerten. Aus aktuellen Presserecherchen ergibt sich, dass über die Pläne der Bundesapothekerkammer in der Branche breit diskutiert wird. Viele begrüßen die Chance, so dem Fachkräftemangel in Apotheken aktiv zu begegnen; andere fürchten eine Überforderung der PTAs oder mangelnde Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort. Interessanterweise gibt es vom Deutschen Apothekerverband die Forderung, auch auf Bundesebene die Anerkennung und Vergütung dieser neuen Qualifikationen klar zu regeln, da andernfalls der Nutzen für die Apotheken selbst verpufft. Zusätzlich wurde auf taz.de und Spiegel.de in den vergangenen 48 Stunden über den gestiegenen Druck auf das Apothekenpersonal und die Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung berichtet. Insbesondere die gezielte Förderung von PTA wird hier als Baustein gegen den Personalmangel und zur Sicherung eines flächendeckenden Apothekenangebots genannt.

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