Würde am kommenden Sonntag die Bundestagswahl anstehen, lägen CDU und CSU laut jüngster Zahlen mit zusammen 22 Prozent klar hinter der AfD, die um einen weiteren Prozentpunkt zulegt. Die SPD stagniert unbewegt bei 13 Prozent, während die Grünen denselben Wert halten, aber im Monatsvergleich einen Punkt eingebüßt haben. Die Linke gewinnt knapp und landet bei 11 Prozent, während BSW und FDP konstant auf jeweils 4 Prozent und die sonstigen kleineren Parteien bei 5 Prozent verweilen.
Ein ganz anderes Bild zeichnet sich bei der Stimmung gegenüber der Ampel-Regierung ab: Nur 16 Prozent der Deutschen sind im Mai mit der Regierungsarbeit einverstanden – im direkten Vergleich zu 19 Prozent im April wirkt das Ergebnis fast schon symptomatisch für die allgemeine Unzufriedenheit (82 Prozent unzufrieden, ein Anstieg um drei Prozentpunkte). Die mangelnde Zusammenarbeit in der Koalition bemängeln rund zwei Drittel der Befragten, wohingegen nur ein Zehntel eine positive Kooperation erkennt.
Besonders ins Auge fällt der Bedeutungsverlust von Friedrich Merz: Nur noch 15 Prozent bewerten seine Arbeit als gut, ein spürbarer Rückgang, der auch unter den eigenen Anhängern von CDU und CSU sichtbar ist. Der gemeinsame Nenner unter den Befragten scheint ein latentes Misstrauen gegenüber der politischen Führung zu sein – keine parteipolitische Strömung kann wirklich punkten.
Interessant ist auch der Blick auf die Koalitionsfrage mit der AfD. Trotz des kategorischen Ausschlusses solcher Bündnisse durch die anderen Bundestagsparteien, finden immerhin 41 Prozent der Deutschen diese Verweigerungshaltung problematisch, während eine knappe Mehrheit von 46 Prozent sie befürwortet. Die Felder zwischen den Lagern sind, wie so oft, nicht eindeutig gezogen.
Die Daten basieren auf einer repräsentativen Befragung von 2.179 Teilnehmern, die zwischen dem 8. und 11. Mai 2024 von Yougov erhoben wurde. Ganz ehrlich: Es bleibt spannend – die politische Stimmung scheint so volatil wie selten zuvor.
Wie sich zeigt, ist die AfD aktuell auf einem historischen Umfragehoch und lässt die Unionsparteien deutlich hinter sich. Die Ampel-Regierung verliert weiter an Rückhalt in der Bevölkerung – das Misstrauen gegenüber politischen Akteuren ist spürbar breit verankert. Interessanterweise bleibt das Thema möglicher Koalitionen mit der AfD in der Öffentlichkeit stark umstritten und spaltet die Gesellschaft beinahe mittig. Ergänzend dazu berichten Nachrichtenportale wie die Süddeutsche Zeitung über weiterhin scharfe Kritik an der Regierungsarbeit und einen Mangel an überzeugenden Alternativen im politischen Spektrum. SPIEGEL Online hebt hervor, dass die politische Stimmungslage bundesweit angespannt bleibt und die AfD von Unzufriedenheit über die Wirtschafts- und Migrationspolitik profitiert. Auch ZEIT Online dokumentiert, wie die Europawahl und anstehende Landtagswahlen im Osten die politische Debatte weiter aufheizt.