MGMT und Fsas Technologies: Gemeinsames Projekt für KI-Coding mit europäischer Souveränität

München – Am 11. Mai 2026 besiegelten mgm technology partners und Fsas Technologies, eine Fujitsu-Tochter, ihre Zusammenarbeit für das Projekt ESACA am mgm-Hauptsitz in München. Die European Sovereign Agentic Coding Appliance (ESACA) bietet Unternehmen und Behörden eine KI-basierte Coding-Lösung, die komplett in den eigenen vier Wänden bleibt – ein Muss für viele Bereiche mit hohen Sicherheitsanforderungen. Noch dieses Jahr soll die marktreife Version von ESACA erscheinen.

heute 15:33 Uhr | 2 mal gelesen

Jan Jikeli, der KI-Experte von mgm, spricht es offen an: „Wir brauchen ein stabiles Netzwerk engagierter Partner für KI-Coding auf wirklich europäischer, sicherer Infrastruktur.“ Ilse Vicari von Fsas Technologies ergänzt: „Dieses Projekt lebt davon, dass langjähriges Vertrauen und technologische Neugierde aufeinandertreffen.“ Cloud-Lösungen für KI-Coding gelten als Fortschritt – zumindest, solange Datenschutzgesetze und Sicherheitsvorschriften nicht im Weg stehen. In Behörden und sensiblen Sektoren, wo kein Bit fremde Server verlassen darf, sind sie oft tabu. Dazu kommt, dass manche Anbieter Preise verlangen, die öffentliche Budgets sprengen. Für Jochen Riedisser (CDO, Fsas) ist deshalb klar: „Souveränität muss von Grund auf mitgedacht werden, es ist keine nachgerüstete Funktion.“ Und David Iwaniuk (Leitung Public Sector Deutschland, Fsas) betont, dass man ohne Vertrauensbasis und Nachvollziehbarkeit keine KI in der Verwaltung einsetzen kann. Das Projekt ESACA adressiert diese Probleme konsequent, etwa durch ein dreistufiges Vorgehen zur Kontrolle von KI-Outputs und vier Grundpfeiler für Datenschutz und Compliance. Die Kooperation von mgm und Fsas beruht auf über 30 Jahren gemeinsamer Projekte im Public Sector. mgm steuert sein Know-how in der Entwicklung großer Softwaresysteme und die AI-Low-Code-Plattform A12 bei, Fsas bringt Infrastruktur-Erfahrung und KI-Lösungen ein. Beide Unternehmen arbeiten bereits an weiteren Innovationen für den öffentlichen Sektor. „Die Digitalisierung der Verwaltung gelingt nur, wenn echte Souveränität und starke Partnerschaften aufgebaut werden“, sagt Sergio Lerena (mgm) zum Auftakt. mgm technology partners zählt mit über tausend Fachleuten zu den führenden Adressen für Softwareentwicklung in Europa und war maßgeblich am bekannten Elster-Steuersystem beteiligt. Fsas Technologies ist spezialisiert auf Rechenzentrumshardware, GenAI und Cloudlösungen. Als Fujitsu-Tochter verbindet sie technologische Innovation mit Nachhaltigkeitsanspruch.

Die Kooperation zwischen mgm technology partners und Fsas Technologies zur Entwicklung von ESACA, einer KI-gestützten Coding-Lösung für souveräne IT-Umgebungen, setzt einen neuen Maßstab für Datenschutz und Kontrolle bei kritischen Softwareanwendungen in Europa. ESACA richtet sich insbesondere an Behörden und Unternehmen aus Sektoren mit strengsten Datenschutzvorgaben, wo der Austausch sensibler Daten mit externen Clouds ausgeschlossen ist. Besonders herausgestellt wird, dass durch die On-Premise-Lösung und geprüfte EU-Infrastruktur ein Maximum an Nachvollziehbarkeit, Kontrolle und Digitaler Souveränität gewährleistet werden kann. Darüber hinaus sieht der Markt angesichts der wachsenden KI-Regulierung in Europa (Stichwort: EU AI Act) solchen Lösungen einen erheblichen Bedarf voraus, da große Sprachmodelle und Coding-Tools nur unter genau definierten Audit-Kriterien eingesetzt werden dürfen. Laufende Medienberichte thematisieren zudem die steigende Skepsis gegenüber US-basierten Cloudanbietern im öffentlichen Bereich und unterstreichen die Bedeutung souveräner europäischer Alternativen für kritische Infrastruktur. Weitere Details lassen sich aus aktuellen Medienberichten ziehen: Souveräne und datenschutzkonforme KI-Lösungen rücken in den Fokus des öffentlichen Sektors, gerade nachdem neue Richtlinien in der EU den Einsatz von KI-Tools strenger reglementieren. Jüngst wurde bekannt, dass zahlreiche deutsche Behörden Projekte für eigene KI-Plattformen starten oder ausweiten, um sich unabhängig von US-Anbietern zu machen. Die Diskussion um Transparenz, Auditierbarkeit und nachvollziehbare KI-Entscheidungen spielt dabei eine Schlüsselrolle – auch, weil bei Missachtung der Regeln empfindliche Strafen drohen.

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