US-Inflation im April kräftig gestiegen: Preisschub auf 3,8 Prozent

Die Inflation in den Vereinigten Staaten hat im April einen spürbaren Sprung gemacht und liegt nun bei 3,8 Prozent – ein deutliches Plus im Vergleich zum März.

heute 14:41 Uhr | 3 mal gelesen

Am Dienstag gab die amerikanische Statistikbehörde bekannt, dass die Verbraucherpreise im April erneut angezogen haben. Um genau zu sein: Im Vergleich zum März stiegen die Preise um 0,9 Prozent – das ist schon ein ziemlich merklicher Satz nach vorn, wenn man sich die Entwicklung ansieht. Die sogenannte Kerninflation, also eben ohne den üblichen Zinnober von Energie und Lebensmitteln, zeigte einen Wert von 2,8 Prozent (im März waren es noch 2,6 Prozent). Auffällig nach oben geschossen sind, wer hätte das gedacht, die Energiepreise – sie legten im Jahresvergleich um satte 17,9 Prozent zu. Bereits im Vormonat hatten sie um 12,5 Prozent zugelegt, und die angespannten geopolitischen Lagen – besonders der Krieg im Nahen Osten – schienen diesen Trend weiter anzutreiben. Auch beim Blick ins Supermarktregal bleibt es schwierig: Die Lebensmittelpreise kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent, nachdem sie im März schon um 2,7 Prozent gestiegen waren. Das bringt viele US-Bürger allmählich zum Seufzen. Und die Anleger? Die blicken gebannt auf die Entwicklung – der Grund ist einfach: Die US-Notenbank Fed orientiert sich an der Inflation, wenn sie die Zinsen festlegt. Hohe Zinsen können die Börse ebenso ausbremsen wie Immobilienkäufer verunsichern, weil dann klassische Bankeinlagen als Alternative wieder interessanter werden. Da bleibt es spannend, welche Entscheidung die Fed als nächstes trifft.

Im vergangenen Monat ist die Inflation in den Vereinigten Staaten deutlich gestiegen und damit stärker als von vielen Experten erwartet. Vor allem steigende Energiepreise und die Kosten für Lebensmittel trieben die Teuerung an – beides steht im engen Zusammenhang mit der aktuellen Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten. Darüber hinaus bleibt offen, wie die amerikanische Notenbank Fed auf die neuen Zahlen reagiert – Experten diskutieren derzeit, ob weitere Zinserhöhungen nötig werden, um die Inflation einzudämmen. Zusätzlich beobachten viele Ökonomen, dass die hartnäckige Inflation das Verbrauchervertrauen belastet und mittelfristig sowohl das Konsumverhalten als auch den Arbeitsmarkt beeinflussen könnte. Laut aktuellen Berichten vergleichbarer Quellen bleibt die Debatte um eine baldige Zinssenkung trotz der anhaltend hohen Inflation hitzig.

Schlagwort aus diesem Artikel