Abgeblockte Hoffnung: CDU-Politiker Hardt kritisiert Moskaus Haltung bei Ukraine-Gesprächen

Wenig Fortschritt nach den Gesprächen zum Ukrainekrieg in Abu Dhabi: Jürgen Hardt, Außenpolitiker der CDU/CSU, macht Russland für das erneute Scheitern verantwortlich und fordert vom Westen mehr Weitsicht.

heute 13:09 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal könnte man denken, diese Sitzungen sind nur noch symbolisch – viel Papier, viele ernste Gesichter, wenig Substanz. Während in Abu Dhabi russische und ukrainische Vertreter (unter amerikanischer Vermittlung) zumindest wieder miteinander sprachen, prasselten in der Ukraine erneut Raketen auf Menschen und Kraftwerke herab. Hardt findet dafür deutliche Worte: Für ihn pokert Putin auf Zeit, stellt unvernünftige Forderungen und torpediert jeden Ansatz von Friedensschluss. Wie soll ein Dialog gelingen, wenn auf dem Verhandlungstisch zu viele rote Linien gekritzelt werden, fragt man sich. Hardt sagt außerdem, er hoffe inständig, dass die USA Russlands Taktik durchschauen und ihre Unterstützung für Kiew nicht schleifen lassen. Nach außen hin klingt das alles sehr diplomatisch, aber zwischen den Zeilen liest man Frustration und die Angst vor einem Dauerkonflikt. Übrigens: Fest steht nur, dass die Gespräche nächste Woche fortgesetzt werden sollen. Mehr als das übliche vage Versprechen steht derzeit nicht auf dem Notizzettel.

Von konkreten Ergebnissen keine Spur: Die Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi endeten im Prinzip so, wie sie begonnen hatten – mit viel Hoffnung, aber ohne greifbares Resultat. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU, Jürgen Hardt, kritisiert dabei vor allem Russland, das mit überzogenen Forderungen jede echte Annäherung blockiert. Auffällig ist: Während die Diplomaten um Kompromisse ringen, verschärft sich die Gewalt in der Ukraine weiter. Internationale Medienberichte ergänzen diesen Eindruck: In letzter Zeit gab es vermehrt Attacken auf ukrainische Städte, die enorme Zerstörungen verursachten. Der Druck auf den Westen, insbesondere die USA, die Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten, wächst. Russlands Strategie scheint darauf abzuzielen, die Gesprächspartner zu ermüden und irgendwann zu Bedingungen seiner Wahl zu zwingen. Allerdings: In internationalen Leitmedien werden auch Zweifel laut, ob solcher Druck Kompromissbereitschaft fördert oder nur Gräben vertieft.

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