Frische Perspektiven beim Max Ophüls Preis: ZDF unterstützt Maja Bresink mit Treatment-Förderung
Mainz – Mit ihrer Idee "Ich will etwas, das nur mir gehört" hat Maja Bresink am 24. Januar 2026 den Entwicklungsförderpreis des ZDF auf dem Max Ophüls Preis-Festival erhalten. Diese Auszeichnung, Ergebnis der Kooperation zwischen Festival und ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel, eröffnet Bresink die Chance, ein Langfilm-Treatment zu entwickeln. Der Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, wurde in diesem Rahmen zum zweiten Mal vergeben.
heute 13:25 Uhr | 2 mal gelesen
Was passiert, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch das Leben dominiert? Maja Bresinks geplantes Debüt bringt diese Frage auf die Leinwand – und zwar so schonungslos, dass die Jury sich nicht entziehen konnte. Und da war ja noch diese Mischung aus Trost und gnadenlosem Blick in tiefe Abgründe, die das Konzept besonders machte. Von 26 Einreichungen wählte die Jury fünf Nominierte aus, die während der Festivalwoche in Saarbrücken Lorenz Müller und Jakob Zimmermann von der ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel Rede und Antwort standen. Letztlich fiel die Wahl auf Bresink. Seit 2024 gibt es diesen Förderpreis, er ist der jüngste Spross der Zusammenarbeit zwischen ZDF und dem Filmfestival Max Ophüls Preis. Der altehrwürdige Fritz-Raff-Drehbuchpreis – übrigens mit 13.000 Euro dotiert – ging dieses Mal an Ali Tamim für "NOAH". Und dann waren da noch weitere Erfolge: Zwei Koproduktionen des ZDF holten Publikumspreise, einmal als Spielfilm („Wovon sollen wir träumen“ von Aboyan und Hatz, dazu der ökumenische Jury-Preis), einmal als Doku (Jelena Ilićs „Eine Krankheit wie ein Gedicht“). Den Hauptpreis des Festivals – „Bester Spielfilm“ – staubte Ben Voit mit „Gropiusstadt Supernova“ ab. Die ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel setzt weiterhin auf Nachwuchs – und das bleibt hoffentlich so.
Mit dem Treatment-Development-Preis bekräftigen das ZDF und der Max Ophüls Preis ihre Rolle als Motoren für junge Filmschaffende. Die Unterstützung soll Talente ermutigen, schwierige, gesellschaftlich relevante Themen filmisch anzugehen – auffällig ist dabei, dass immer öfter persönliche Geschichten, wie der von Bresink vorgestellte Kinderwunsch, ins Rampenlicht treten. Bemerkenswert ist der Trend, komplexe emotionale Stoffe nicht zu beschönigen, sondern stattdessen ehrliche, facettenreiche Narrative zu entwickeln. Das Festival wird von Branchenexpert:innen und Filmschaffenden als wichtige Bühne für den Nachwuchs mit großem Entwicklungspotenzial angesehen. Neuere Berichterstattungen betonen auch die gestiegene Zahl weiblicher Debütautorinnen und einen Fokus auf Diversität in der Filmauswahl. In diesem Kontext setzen Koproduktionen mit Sendern wie dem ZDF wichtige Impulse für die Zukunft des deutschsprachigen Kinos. Aktualisiert: In den letzten 48 Stunden berichteten mehrere Medien über die Bedeutung des Max Ophüls Preises für neue Stimmen im Film, die wachsende Vielfalt und die Förderung von Frauen in der Regie, wie etwa bei den diesjährigen Preisträgerinnen.