Verteidigungsminister Katz warnt Libanon vor möglichen israelischen Offensiven

Mit deutlichen Worten hat Israels Verteidigungsminister Israel Katz dem Libanon mit umfassenden militärischen Aktionen gedroht.

heute 16:08 Uhr | 5 mal gelesen

Israel Katz hat – so berichten es verschiedene israelische Medien – den Libanon vor weiteren Angriffen der Hisbollah gewarnt. Konkret sagte er wohl, wenn die libanesische Regierung nicht einschreite und die Hisbollah stoppe, werde Israel 'Gebiete besetzen und von sich aus handeln'. Die Hisbollah hatte offenbar erst am Mittwoch intensive Attacken Richtung Israel initiiert, worauf die israelische Armee laut Katz umfangreich und mit Nachdruck reagiert habe. Premierminister Netanjahu und Katz hätten die israelischen Streitkräfte schon angewiesen, sich auf eine mögliche Ausweitung der Aktionen im Libanon vorzubereiten. Interessanterweise meldete die 'Jerusalem Post' zuvor jedoch, dass eine großflächige Invasion Libanons von Militärseite aktuell abgelehnt werde. Laut der Berichterstattung sehe die Armeeführung zum jetzigen Zeitpunkt vorrangig den Krieg mit dem Iran als entscheidend an – erst danach könnten mögliche Operationen im Libanon diskutiert werden. Am Rande bemerkt: Solche Drohgebärden sind im Nahen Osten fast alltäglich, aber dass Minister so offen von Gebietsbesetzung sprechen, ist selbst für diese Region außergewöhnlich direkt.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Libanon in ungewöhnlich deutlicher Weise mit einer Ausweitung militärischer Aktionen bis hin zu Gebietsbesetzungen gedroht, sollte die Regierung in Beirut die militanten Angriffe der Hisbollah nicht unterbinden. Im Hintergrund steht, dass die Lage entlang der israelisch-libanesischen Grenze seit Monaten eskaliert, wobei die Hisbollah immer wieder Raketen auf israelisches Territorium abfeuert und Israel seinerseits mit Luftschlägen reagiert. Aktuelle Berichte aus internationalen und deutschen Medien zeigen, dass im Zuge dieser Entwicklungen viele Staaten – darunter Deutschland und die USA – zu einer sofortigen Deeskalation aufrufen, weil sie einen Flächenbrand im Nahen Osten befürchten. Inzwischen mehren sich Stimmen, die die internationalen Bemühungen um Vermittlung als nicht konsequent genug kritisieren, während sich Israels öffentliche Meinung über die richtige Strategie spaltet – manche plädieren für Härte, andere befürchten ein weiteres militärisches Desaster. Hinzu kommt, dass die Sicherheitslage im gesamten Norden Israels angespannt bleibt, zahlreiche Dörfer evakuiert wurden und viele Zivilisten vorübergehend in andere Regionen umgesiedelt werden mussten.

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