ADX Energy, die an der Börse gelistete Gesellschaft mit australisch-österreichischer DNA, meldet eine massive Erhöhung ihrer Förderung im Wiener Becken um 35 Prozent – das ist schon deutlich mehr als nur ein bisschen Feintuning am Schräubchen. Mit einem aktuellen Zuwachs von 75 Barrel Öläquivalent täglich liegt das Gesamtvolumen aus den lokalen Feldern nun bei rund 220 BOEPD – und in Summe inklusive Anshof sogar bei 285 BOEPD. Das Unternehmen bleibt hungrig: Im Frühjahr war ein umfassendes Workover-Programm angelaufen; so nennt man das Aufstöbern und Optimieren bestehender Bohrungen.
Gerade aus Sicht von Ian Tchacos, dem Executive Chairman, ist das erst der Anfang. Die Mannschaft sehe noch zahlreiche Varianten, um die Lagerstätten besser auszureizen – wörtlich: 'Was jetzt läuft, bringt schon ordentlich Schwung, aber die Reserven sind längst nicht ausgeschöpft.' Für 2027 sind neue Bohrungen geplant, die dank schon vorhandener Infrastruktur zügig überschaubare Kosten und frischen Cashflow erwarten lassen. ADX hält sämtliche Wiener Becken-Felder im Alleinbesitz und lobt die günstigen Rahmenbedingungen: niedrige Zusatzkosten, existierende Leitungen, akzeptable Gebühren, und ja, die Preisentwicklung auf dem zentralen Gasmarkt kann sich aktuell sehen lassen.
Fun Fact am Rande: ADX Energy denkt längst weiter als nur an fossile Schätze. Grüner Wasserstoff und Speicherlösungen stehen offiziell auf der Agenda, und ein Blick ins Unternehmen zeigt: Nicht wenige der Beteiligten blicken zurück auf jahrzehntelange Berufserfahrung rund um Öl, Gas und Technik in Österreich. Die Erfolgsgeschichte ist also handgemacht, mit Redundanzen, kleinen Unsicherheiten – aber auch jeder Menge Pioniergeist.
ADX Energy überrascht in Österreich mit einem Produktionssprung, der ganz offensichtlich auf konsequentes Bearbeiten bestehender Lagerstätten zurückgeht. Trotz der Steigerung bleibt das Management zurückhaltend euphorisch – da geht noch mehr, vor allem, wenn neue Bohrungen 2027 dazustoßen. Für das Unternehmen bleibt angesichts stabiler Gaspreise, vorhandener Infrastruktur und der geplanten Expansion kaum ein Zweifel: Österreichs Energiezukunft bekommt neue Facetten, wenngleich die Debatte um Nachhaltigkeit und die Rolle fossiler Energien auch weiterhin für Spannungen sorgen dürfte. Nach aktuellem Stand (Recherche, Juli 2024) gewinnen österreichische Projekte zur Energieautarkie zunehmend an Bedeutung: Während ADX seine Produktion anzieht und weitere Bohrprogramme vorbereitet, reagiert die Branche insgesamt auf politische und wirtschaftliche Schübe, unter anderem durch die Diskussion um die Abhängigkeit von russischem Gas (siehe taz.de und sueddeutsche.de). Parallel dazu rückt die Speicherung und Nutzung von grünem Wasserstoff in den Vordergrund (laut TheLocal.de unter Verweis auf Regierungspläne zur Dekarbonisierung). Mehrere Medien weisen zugleich auf Herausforderungen hin – etwa Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten oder Zielkonflikte zwischen Energiesicherheit und Klimazielen (Faz.net, Zeit.de). ADX‘ Strategie, Bohrungen und Wasserstoffprojekte nebeneinander zu treiben, reflektiert diese gesamtgesellschaftliche Unsicherheit zwischen altem Geschäft und neuer Verantwortung.