ADX Energy erzielt Fortschritte bei Gastests in Oberösterreich

Bei der Probebohrung HOCH-1 nahe Frankenmarkt hat ADX Energy mehrere gasführende Schichten getestet – mit überraschend robusten Ergebnissen. Nachdem im Juni aus der oberen Lage schon beachtliche Gasmengen gefördert wurden, liefert das August-Update neue, noch optimistischere Zahlen zur Gesamtförderung der perforierten Bereiche.

heute 17:48 Uhr | 2 mal gelesen

Zunächst einmal: In der Welt der fossilen Energieträger sind echte Erfolgsmeldungen inzwischen eher dünn gesät. Umso spannender, was sich gerade rund um das ADX-Projekt in Oberösterreich tut. Die Leitung von ADX Energy – Chef Ian Tchacos selbst hat sich dazu geäußert – spricht offen von einer gestiegenen Zuversicht in Sachen Wirtschaftlichkeit ihrer HOCH-1-Bohrung. Kein Wunder: Drei neue Erdgaszonen wurden geprüft und zusammengezählt bringen die perforierten Abschnitte im Schnitt über 3,1 Millionen Kubikfuß pro Tag – das ist nicht wenig. Wobei, Zahlen sind nur halbe Wahrheiten. Viel entscheidender ist, was die 3D-Seismik vermuten lässt: Es könnten sich unter Frankenmarkts Erde noch weitaus mehr ergiebige Sandsteinkörper verstecken, vor allem in den Zonen 2, 3 und 6. Besonders auffällig: Das gefundene Gas, vor allem aus den Zonen 4 und 5, kommt wasserfrei zutage – ein idealer Umstand, um auch tiefere Schichten (nämlich die Base-Hall-Zonen 6 bis 8) mit Spannung zu erwarten. Aber wie so oft in der Branche: Bis zum endgültigen Durchbruch bleibt es experimentell. Die bisherigen Ergebnisse aus der oberen Hall-Formation stimmen vorsichtig optimistisch, aber die eigentliche Bewährungsprobe steht erst bevor. Für Phase 2 ist geplant, mindestens zwei tiefere Zonen anzubohren – dafür muss allerdings erst ein Zementstopfen entfernt werden und das geht nur mit speziellen Geräten. Die nötige Workover-Anlage wird voraussichtlich in den nächsten Wochen bereitstehen, heißt es. Und noch eine Kleinigkeit (deren Bedeutung man nicht unterschätzen sollte): Die vergleichsweise dünnen Sandschichten der tieferen Base-Hall-Formation wurden andernorts schon mit ordentlichen Förderraten assoziiert. Bis zu 40 BCF (billion cubic feet) sind im Raum möglich – umgerechnet ein ordentliches ökonomisches Polster. HOCH-1 ist übrigens das erste von drei geplanten Prospekten in der relativ flach liegenden Region. Hier wird, falls alles klappt, kein Riese, aber ein respektabler Player für die österreichische Gasversorgung geboren. Nebenbei betreibt ADX Energy auch Projekte in Zistersdorf und Waldneukirchen und experimentiert mit Lösungen rund um grünen Wasserstoff. Kurzum: Das Portfolio ist zwar klassisch, aber mit Blick für neue Energiepfade.

Die laufenden Tests der HOCH-1-Bohrung in Frankenmarkt zeigen, dass ADX Energy in mehreren Zonen signifikante Gasvorkommen entdeckt hat. Die Ergebnisse verstärken die Annahme, dass nicht nur die oberen, sondern vor allem die tieferen Schichten (Base-Hall-Formation) beträchtliches Potenzial bieten könnten, zumal die Funde bisher wasserfrei und damit technisch vorteilhaft sind. Was auffällt, ist die moderne Herangehensweise von ADX: Mit 3D-Seismik, klarer Etappenplanung und paralleler Entwicklung nachhaltiger Technologien positioniert sich der Konzern zukunftsorientiert – gerade in einer Zeit, in der Europas Energiesicherheit zu einer immer heißeren Kartoffel wird. Neueste Medienberichte (August 2024) unterstreichen die Notwendigkeit, regionale Gasquellen zu erschließen, insbesondere angesichts geopolitischer Unsicherheiten und der angestrebten Energiewende. Laut taz und Spiegel fordert die deutsche Industrie aktuell eine schnellere Umsetzung neuer Gasprojekte, um Lieferengpässe im Winter zu vermeiden. Der Hintergrund: Die Abhängigkeit von Importen bleibt groß, während Projekte wie das von ADX das heimische Energieangebot diversifizieren können. Insgesamt passt die positive Entwicklung bei ADX Energy in einen europäisch breiter werdenden Trend, vorhandene Ressourcen gezielter zu entwickeln, ohne die Transformation zu erneuerbaren Energien aus dem Auge zu verlieren.

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