Apollo feuert derzeit ein beträchtliches Investitionspaket in deutsche Unternehmen ab und sieht überraschend schnelle Fortschritte. Trotzdem spart der Konzern nicht mit Kritik an Europas schwerfälligem Reformtempo, den fragmentierten Kapitalmärkten und der langsam voranschreitenden Umsetzung der Draghi-Vorschläge. Aktuell rückt dabei auch die geopolitische Neuordnung der Lieferketten in den Fokus – mit Hoffnungen auf eine industriellen Aufbruch, bei dem Europa allerdings etwas hinterherhinkt. Neuere Recherchen aus der deutschen und internationalen Presselandschaft zeigen, dass andere große Private-Equity-Investoren ebenfalls verstärkt auf Chancen in Deutschland schielen, vor allem in krisenresistente Branchen. Gleichzeitig häuft sich die Mahnung, dass die EU dringend an tieferen Kapitalmärkten und effizienteren Regulierungsstrukturen arbeiten muss, um mit den dynamischeren Märkten der USA mitzuziehen. Zuletzt hat sich Apollo außergewöhnlich optimistisch gezeigt, was die Potenziale Europas betrifft, warnte aber in mehreren Interviews vor dem Risiko, dass politische Langsamkeit echte Wachstumschancen verspielen könnte.
21.06.26 15:37 Uhr