Die Linke in Ostdeutschland steht vor einer Zwickmühle: Mitten im Wahlkampf wird offen diskutiert, wie man nach den Landtagswahlen mit der CDU zusammenarbeiten könnte, ohne die eigenen Prinzipien zu verraten. Parteichefin Ines Schwerdtner pocht darauf, dass die demokratische Grundversorgung und soziale Projekte, besonders in unruhigen Zeiten, geschützt werden müssen – auch wenn das Kompromisse mit der CDU bedeuten könnte. Diese Position ist nicht unumstritten, selbst innerhalb der eigenen Partei, nachdem Ko-Vorsitzender Pantisano der CDU scharfe Kritik an ihrem Umgang mit demokratischen Werten vorwarf. Aktuelle Berichte in der deutschen Presse zeigen zudem, dass die Diskussion um Koalitionen in Ostdeutschland die Parteien der Mitte aktuell bundesweit beschäftigt: So wird etwa darüber spekuliert, wie widerstandsfähig die sogenannte "Brandmauer" gegen die AfD wirklich ist, und inwieweit traditionelle Gräben zwischen Linke und Konservative im Alltag der Landespolitik überwunden werden können. Besonders in Sachsen, Thüringen, aber auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnten unkonventionelle Kooperationen notwendig werden, um stabile Regierungen gegen die starke AfD zu sichern. In vielen Medienkommentaren tauchen Zweifel auf, wie gut die Parteien diesen Spagat zwischen taktischer Verantwortung und dem Erhalt eigener Glaubwürdigkeit in der Praxis hinbekommen werden.
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