Der Druck auf deutsche Unternehmen wächst, weil die EU-Entgelttransparenzrichtlinie jetzt nationale Realität werden muss. Experten wie Adam Sagan erwarten, dass bestehende, oft schwer zu rechtfertigende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen schon bald zu Klagen führen könnten – mit guter Aussicht auf Erfolg für die Klägerinnen. Während viele Firmen sich bemühen könnten, Nachbesserungen zu vermeiden, besteht ein realistisches Szenario darin, dass in den nächsten Jahren gerade Frauen überproportional von Lohnanpassungen profitieren und die Lohnschere sich so stückweise schließt. Aktuelle Berichte aus verschiedenen Medien (z.B. auf Zeit Online, Süddeutsche und FAZ) zeigen, dass die Richtlinie politisch umkämpft ist – Arbeitgeberverbände warnen teils vor bürokratischen Hürden, während Gewerkschaften und Arbeitsrechtler sie als wichtigen Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit feiern. Interessant ist: In Unternehmen, die bereits freiwillig Lohntransparenz eingeführt haben, zeigte sich der Gender-Pay-Gap zwar reduziert – verschwand aber nicht vollständig. Die echte Herausforderung bleibt also bestehen.
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