Unter https://1.ard.de/deinemeinung läuft aktuell ein ungewöhnlich offenes Beteiligungsprojekt der ARD: das Thema dieses Durchgangs lautet Gerechtigkeit. Da tauchen Fragen auf, die man vielleicht sonst eher bei hitzigen Küchendebatten oder in endlosen Stammtischrunden hört – etwa, ob Wohlhabende mehr beitragen müssen, um das soziale Gefüge zu sichern. Überhaupt wird gefragt: Wo darf beim Sozialstaat der Rotstift angesetzt werden, was ist für die Bevölkerung eigentlich "fair"? Neben den offen teilnehmbaren, qualitativen Beiträgen sammelt das Institut infratest dimap zusätzlich repräsentative Daten – also Quantität trifft auf Qualität. Am 27. April sollen die Ergebnisse dann in Fernsehen, Radio und sämtlichen Digitalangeboten der ARD für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Der Ansatz ist klar: Statt anonymer Zahlenschieberei will die ARD Stimmungen und Erfahrungen aus dem echten Leben ins Bewusstsein holen, wohl auch als Gegenentwurf zu den oft als abgehoben empfundenen Elitendiskursen. Die Resultate werden Redaktionen als Impulse für Berichte, Talks und Debattenformate dienen. Das Besondere: "Deine Meinung zählt!" läuft nicht einmalig, sondern kommt 2026 mit insgesamt drei Beteiligungsrunden zurück – der nächste Startschuss fällt schon Anfang Juni, ein weiterer im Herbst. Für Rückfragen steht pressestelle@ard.de zur Verfügung.
Das ARD-Projekt "Deine Meinung zählt!" eröffnet Bürger:innen bundesweit die Möglichkeit, ihre Sicht auf das Thema Gerechtigkeit einzubringen – sei es per persönlicher Meinung oder über Umfragebeteiligung. Kernthema ist dabei die Frage, wie sozialer Zusammenhalt gelingt und wie Ressourcen in Deutschland verteilt werden sollten. Neu ist vor allem, wie breit die Meinungen eingesammelt und in die journalistische Arbeit der ARD eingebunden werden – ein Ansatz, der deutlich auf Partizipation statt Top-down-Kommunikation zielt. Was auffällt: Gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in Medien schwankt, setzt dieses Projekt einen Kontrapunkt, indem es Dialog statt Monolog bietet und Debatten über zentrale Werte und Bedürfnisse in der Gesellschaft öffnet. Das Feedback aus den Beteiligungsrunden soll dabei nicht nur gesammelt, sondern tatsächlich sichtbar und hörbar in die Berichterstattung aufgenommen werden. Wer will, hat also bis zum 15. April die Option mitzuwirken – und wird, wenn nicht direkt, dann zumindest indirekt Teil der ARD-Programmgestaltung.