Die Alpen kennen keine Grenzen, wenn es um den Klimawandel geht. Gerade hier, wo die Natur rau, das Wetter wechselhaft und die Herausforderungen spürbar sind, braucht es mutige Vorreiter. Vielleicht war es die Klarheit der Bergluft, die beim diesjährigen AlpenKlimaGipfel inspirierte: Zweimal leuchtete die Freude beim Alps Future Award – für HELIOPLANT am Söldener Gletscher und das nachhaltige OLM Nature Escape im Ahrntal. Landeshauptmann Anton Mattle betonte feierlich, wie wichtig es sei, über den Tellerrand des einzelnen Landes hinauszudenken. Für den Preis wurden insgesamt 75 Projekte geprüft, doch nur die mit konkretem Impact und praktischer Vorbildfunktion durften ins Finale einziehen. Die Jury – zusammengesetzt aus Wissenschaft, Medien und Praxis – diskutierte, abwog und entschied nach mehrstufigem Auswahlprozess.
HELIOPLANT besticht durch seine spezielle Bauweise: Baumähnlich angeordnet, bleibt das PV-System dank Wirbeleffekten im Hochgebirge schneefrei und liefert dadurch ganzjährig Strom. Nach dem nun schon laufenden Testbetrieb mit 90 kWp soll die Leistung bis 2026 auf beachtliche 6,3 MWp wachsen – damit wird ein Drittel des Stroms für die Söldener Bergbahnen klimafreundlich erzeugt. Martin Reiter von der Lebensraum Tirol Gruppe hob hervor, wie wegweisend dieser Ansatz ist, weil er dort funktioniert, wo herkömmliche Anlagen an ihre Grenzen kommen: mitten in der alpinen Exposition, ständig der Witterung ausgesetzt.
Beim OLM Nature Escape, Preisträger in der Tourismuskategorie, spielen Sonnenkraft, Geothermie und Wasserkraft harmonisch zusammen und machen das Design-Hotel nahezu energieautark. Eine Photovoltaikfläche mit 1.200 Modulen, 126 Tiefenwärmesonden und eigene Wasserkraft liefern genug Energie selbst für ein modernes Hotel-Resort – ohne Abhängigkeit vom üblichen Strommix. Was auffällt? Die Macher führten das Projekt komplett eigenfinanziert und beweisen, dass nachhaltiger Tourismus auch handfest wirtschaftlich funktioniert. Mit einer Auslastung von fast 88 % und vielen Mitarbeitern aus der unmittelbaren Nachbarschaft strahlt das OLM als Hoffnungsträger über das Ahrntal hinaus.
Die Jury unter Prof. Hubert Siller bewertete vor allem konkrete Wirkung, Übertragbarkeit und Innovationsgrad – nicht nur grüne Träume, sondern echte Lösungen für die Praxis. Aus ihrer Sicht zeigen die ausgezeichneten Projekte: Der Wandel ist bereits Realität, wenn Mut, Know-how und Engagement zusammenspielen. Mehr Informationen und inspirierende Beispiele, wie die Nähe zur Natur und Fortschritt Hand in Hand gehen können, finden sich unter www.alpenklimagipfel.jetzt.
Zwei Projekte, HELIOPLANT und OLM Nature Escape, wurden auf dem AlpenKlimaGipfel 2026 mit dem erstmals vergebenen Alps Future Award ausgezeichnet, weil sie beispielhaft zeigen, wie nachhaltige Innovation im Alpenraum funktionieren kann. Während HELIOPLANT durch seine spezielle baumförmige Photovoltaikanlage neue Maßstäbe für Stromerzeugung im Hochgebirge setzt, überzeugt OLM Nature Escape mit einer fast vollständigen Eigenversorgung durch erneuerbare Energiequellen – und das bei wirtschaftlichem Erfolg. Beide Projekte zeigen, dass Klimaschutz im Alltag und im Wirtschaften angekommen ist.
Aktuelle Ergänzung nach Internet-Recherche (Juni 2026): Klimawandel und nachhaltige Entwicklung im Alpenraum werden weiterhin breit in den Medien diskutiert. Laut neuen Artikeln auf süddeutsche.de haben Schuldiskussionen in Bayern und Österreich gerade den Fokus auf ökologische Bildung und Klimawandelanpassung in der Region gelegt. Zugleich berichtet die FAZ über neue Initiativen, die ähnlich wie OLM Nature Escape auf regionale Wertschöpfung, Energieautarkie und nachhaltige Entwicklung setzen. Zeit.de hebt hervor, wie erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften vor Ort positive Resonanz finden, verweist aber auch auf die Herausforderungen, die die Umsetzung in Gebirgsregionen mit sich bringt.