„Das ist wirklich ein Trauerspiel – diese Förderrunde hätte man sich sparen können“, sagt Burkhard Weller, Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands. Weil so viele praktische Details noch im Ungefähren hängenbleiben, überlegen sich viele Kunden dreimal, ob sie jetzt zuschlagen sollen. Im Handel selbst sieht es laut VAD-Präsident ziemlich düster aus: etwa ein Fünftel weniger Bestellungen als erwartet. Die Prämie, die eigentlich wie ein Turbo wirken sollte, bremst und stiftet mehr Unsicherheit als Nutzen. Eigentlich, meint Weller, könnten die bereitgestellten Milliarden an anderer Stelle – beispielsweise in Bildung oder Kitas – besser aufgehoben sein. Die Bundesregierung wollte eigentlich Schwung in den E-Auto-Markt bringen, doch Zuschüsse für neue E-Mobile, Plug-in-Hybride und Range Extender dürfen wegen technischer Startprobleme erst ab Mai beantragt werden. Die Bürokratie rund um das Verfahren sei absurd und bislang ziemlich intransparent, kritisiert der Verband. Aus Sicht der Händler wird das E-Auto auch ohne finanzielle Anreize kommen – viel wichtiger seien schließlich bezahlbarer Strom und nachvollziehbare Preise an den Ladesäulen. "An sich ist diese Prämie ein Schuss in den Ofen", so Weller.
Der Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands, Burkhard Weller, übt scharfe Kritik an der Neuauflage der E-Auto-Prämie. Die holprige Einführung und die schleppenden Bürokratieprozesse lassen viele Verbraucher zögern, sodass laut VAD der Handel etwa 20 Prozent weniger Bestellungen als kalkuliert verzeichnet. Neben den praktischen Unsicherheiten rund um das Antragsverfahren – zum Beispiel, dass die Antragsplattform erst Monate nach Prämienstart bereitsteht – moniert Weller grundlegende Fehlanreize: Er hält direkte Subventionen für den Fahrzeugkauf für den falschen Weg und plädiert stattdessen für günstigen Strom sowie mehr Transparenz beim Laden als tragende Säulen für die E-Mobilität. Nach einer aktuellen Recherche bleibt das Thema in Politik und Wirtschaft heftig umstritten. Während einige Verbände hoffen, dass zusätzliche Impulse den Markt stabilisieren, sehen Kritiker wie Weller das Misstrauen weiter wachsen. Aktuelle Artikel beleuchten zudem, dass auch die Hersteller mit Lieferschwierigkeiten, schwankenden Preisen und der politischen Unsicherheit kämpfen.