Die neuesten Zahlen aus einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, erfasst für das ZDF-Politbarometer, zeichnen ein enges Bild zur anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg. Mit 27 Prozent führt die CDU immer noch, allerdings rücken die Grünen mit 25 Prozent dicht auf, was im Vergleich zu früheren Prognosen ein kleiner Paukenschlag ist. Interessant: Die AfD liegt mit deutlichem Abstand bei 19 Prozent. Schon am Tag zuvor hatten andere Umfragen ein deutliches Erstarken der Grünen signalisiert – offenbar tut sich im Wählergefüge gerade einiges. Schaut man auf die restlichen Parteien, landet die SPD bei 9 Prozent, dicht gefolgt von FDP (6 Prozent) und der Linken (ebenfalls 6 Prozent). Sonstige Parteien sammeln zusammen noch 8 Prozent. Bemerkenswert ist auch: Rund ein Drittel der Wahlberechtigten in Baden-Württemberg fühlt sich nach eigenen Angaben noch immer nicht festgelegt. Es bleibt also extrem spannend vor der Abstimmung am 8. März. Solche Unsicherheiten erinnern irgendwie an ein Fußballspiel, bei dem das entscheidende Tor in der letzten Minute fallen könnte.
Die Wahl in Baden-Württemberg verspricht eine überraschende Offenheit: CDU und Grüne sind Kopf an Kopf, und angesichts der vielen noch unentschlossenen Wähler ist alles drin. Medien wie die Süddeutsche berichten, dass der Wahlkampf durch diverse Debatten geprägt wird: Migration, Bildung und der Umgang mit der Energiekrise stehen hoch im Kurs. Interessanterweise bleibt der Anteil jener, die noch schwanken, ungewöhnlich hoch – Politologen sehen darin einen Ausdruck der gestiegenen Unsicherheit und Individualisierung des Wahlverhaltens. Die Umfragen bestätigen den Trend zu volatileren Ergebnissen und spiegeln einen stärkeren Wettbewerb wider als in früheren Jahren.