Tatsächlich steckt der Vorschlag der Bundesregierung, staatlichen Beschäftigten eine 1.000-Euro-Prämie als Entlastung zu zahlen, in einer politischen Sackgasse. Auf Nachfrage der 'Bild' lehnten zehn Bundesländer die Übernahme dieser Zusatzleistung schon rundheraus ab. Die übrigen sechs – nämlich Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen – wollen sich aktuell noch nicht festlegen und vertagen eine Entscheidung. Das bedeutet allerdings nicht zwingend Zustimmung, eher eine Haltung à la: „Wir schauen mal, was die anderen machen.“ Interessanterweise verweist Hamburgs Finanzsenator Dressel (SPD) auf die Tarifgemeinschaft der Länder und darauf, dass einzelne Bundesländer hierbei kaum im Alleingang agieren könnten. „Wir können diese Prämie nicht einfach so ausschütten“, betont er – und schiebt nach, dass der Öffentliche Dienst nicht Lohnführer in schwierigen Zeiten sein dürfe. Unterm Strich bleibt: Wer auf das Extra-Geld gehofft hatte, muss sich vorerst mit viel Geduld und eher wenig Hoffnung vorliebnehmen.
Bundesländer reagieren weiterhin zurückhaltend bis ablehnend auf die von der Bundesregierung vorgesehene Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro für den Öffentlichen Dienst. Die Debatte dreht sich auch um Zuständigkeiten und den „Führungsanspruch“ des öffentlichen Dienstes bei Gehaltsfragen, wobei mehrere Landesregierungen auf gemeinsame Verhandlungen in der Tarifgemeinschaft der Länder verweisen. Jüngere Medienberichte gehen von einer zunehmenden Anspannung aus, da Gewerkschaften für eine Entlastung drängen, während Länderhaushalte – etwa in Folge hoher Energie- und Sozialkosten – ohnehin massiv unter Druck stehen.