KSB steigert Anteil an KI-Startup ai-omatic deutlich

Frankenthal – Der Pumpen- und Armaturenspezialist KSB schiebt seine Digitalisierungspläne entschlossen voran: Statt bislang 5 Prozent hält der Technologiekonzern nun fast die Hälfte an dem Hamburger Start-up ai-omatic solutions. Mit dem Schritt will KSB sein Angebot an KI-getriebenen Serviceplattformen entscheidend erweitern und neue Maßstäbe im Anlagen-Monitoring setzen.

heute 11:46 Uhr | 2 mal gelesen

Die ersten Monate seit der Einstieg Anfang 2024 waren offenbar so vielversprechend, dass KSB jetzt richtig nachlegt: 'Durch intelligente Vernetzung und KI eröffnen sich völlig neue Kundenerlebnisse und Serviceoptionen', sagt Dr. Stephan Timmermann aus der Geschäftsleitung. Schon heute gibt es mit dem 'KSB Guard Monitoring Service' eine solide Grundlage, aber ai-omatic hebt das Monitoring auf ein völlig neues Level – vom einzelnen Aggregat bis zum gesamten Werk. Wer Operatoren und Instandhalter kennt, weiß: Jeder ungeplante Ausfall treibt den Puls nach oben, und gute Leute sind mittlerweile rar. Umso wertvoller ist es, mit den kombinierten KI-Tools Abweichungen früh zu erkennen und die Wartung dann einzuplanen, wenn’s wirklich nötig ist – und nicht erst, wenn es lichterloh brennt. Interessant: Der Markt für intelligente Instandhaltung wächst explosionsartig, vor allem in Sektoren mit kontinuierlicher Produktion wie Energie oder Chemie. KSB setzt dabei strategisch auf Zukauf statt Eigenentwicklung – eine Entscheidung, die beide Partner nach vorn bringen dürfte. Während KSB auf Jahre gesicherte Innovationssprünge und eigenes Know-how erhält, profitiert das Startup von globalen Vertriebskanälen und Professionalität eines Konzerns. Klartext: KSB nimmt tempoauf und will mit KI-basierter Steuerung den alten Maschinenpark fit für die Zukunft machen – Künstliche Intelligenz sei Dank. Der Konzern beschäftigt weltweit über 16.000 Menschen und knackte zuletzt die Drei-Milliarden-Euro-Umsatzmarke.

KSB erhöht seine Beteiligung am KI-Startup ai-omatic solutions auf 47 Prozent, um Synergien bei der Entwicklung KI-gestützter Services zu nutzen. Die Partnerschaft erweitert KSBs Portfolio von der Pumpenüberwachung hin zum umfassenden Industrieanlagen-Monitoring, was besonders angesichts des Arbeitskräftemangels und steigender Ansprüche an Effizienz und Ausfallsicherheit attraktiv ist. Prognosen zufolge wächst der Markt für Predictive Maintenance mit KI-Technologie rasant, da industrielle und energieintensive Branchen mit immer mehr Digitalisierung auf ganzheitliche Überwachungssysteme setzen. Laut FAZ stärken deutsche Industriekonzerne aktuell gezielt ihre Digital- und KI-Kompetenz durch Zukäufe und Kooperationsmodelle, wie beispielsweise Siemens und Bosch, die in den letzten 48 Stunden ebenfalls Partnerschaften im Bereich der KI-Industriekommunikation vermeldet haben. Deutsche Start-ups berichten auf TheLocal.de außerdem, dass strategische Beteiligungen traditioneller Industriebetriebe oft ein Sprungbrett für internationale Expansion bieten, gerade wenn es um smarte Produktions- und Instandhaltungslösungen geht.

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