Arbeitsministerin Bas setzt sich für Digitalsteuer ein

Bärbel Bas (SPD), die Bundesarbeitsministerin, plädiert für eine Digitalsteuer, um die Profiteure neuester KI-Technologien stärker an den gesellschaftlichen Kosten zu beteiligen.

heute 07:15 Uhr | 2 mal gelesen

Bas sprach offen darüber, dass der wachsende Einsatz von Künstlicher Intelligenz sämtliche Branchen beeinflusse – ohne Ausnahme. Nach ihrer Ansicht werden gewisse Jobs zwangsläufig verschwinden, kein Zweifel. Der technologische Wandel sei ebenso unausweichlich wie ungleich verteilt. Besonders spannend: Sie hält das Handwerk nach wie vor für einen stabilen Zukunftsgarant – seltsam tröstlich inmitten all der Umbrüche. "Eine Maschine kann keine Heizung montieren", betonte sie. Man könnte sich fragen, ob das in 30 Jahren noch stimmen wird, aber fürs Erste klingt es plausibel. Und irgendwo ist da ja ein Kern Wahrheit: Nicht alle menschlichen Fähigkeiten lassen sich in Prozessoren pressen.

Bärbel Bas, die deutsche Arbeitsministerin, fordert, dass Unternehmen, die mit Künstlicher Intelligenz enorme Gewinne einfahren, eine stärkere finanzielle Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen – durch eine Digitalsteuer. Sie hatte erst vor Kurzem auf einem öffentlichen Forum in Düsseldorf darauf hingewiesen, wie sehr die Digitalisierung den Arbeitsmarkt durchwühlt: während einige Jobs verschwinden, gewinnen andere, etwa im Handwerk, an Bedeutung. Neuere Debatten in Politik und Wirtschaft greifen zudem auf, dass internationale Digitalsteuer-Pläne auf EU- und OECD-Ebene ins Stocken geraten – während Tech-Giganten weiter boomende Umsätze verbuchen, hakt es bei konkreter Besteuerung noch immer. Ergänzend dazu gab es in den letzten Tagen weitere Kommentare, wonach KI maßgeblich neue Ungleichheiten und Verteilungskonflikte schaffen könnte. Unternehmen wie Google oder Microsoft erzielen gigantische Ausschüttungen auf Basis künftiger KI-Produkte, während die breite Bevölkerung vom Wandel hitziger oder gar verunsichernder Debatten überrollt wird.

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