Mit merklich ernster Stimme hat Rukwied am Montag, im Gespräch mit RTL und ntv, klargestellt: Die Politik muss dringend handeln und die CO2-Bepreisung beim Diesel stoppen – und zwar vollständig. Aktuell schlägt diese CO2-Abgabe immerhin mit etwa 17 bis 18 Cent je Liter zu Buche. Rukwied stellt sich hier übrigens nicht nur vor die Landwirte – ausdrücklich fordert er eine Entlastung für das gesamte Wirtschaftsleben, inklusive Logistik und anderer Branchen. Die Energiekosten springen, Betriebsmittel schwanken, und irgendwie kommen die meisten Betriebe kaum noch hinterher. Vor allem im Vergleich mit anderen europäischen Ländern werde die Luft für deutsche Unternehmen dünn, Diesel sei in Deutschland bis zu 20 Cent pro Liter teurer als jenseits der Grenze, betont er. Kritische Nachfragen, ob zusätzliche Entlastungen fair seien, wo die Agrardieselsubvention ja schon existiert, wischt Rukwied weg: Für ihn geht es um Gleichbehandlung – keine Extrawürste, sondern gleiche Bedingungen für alle Wirtschaftssektoren. Besonders auffallen: Die Preise für Pflanzennährstoffe wie Stickstoffdünger haben, fast schon wie aus dem Nichts, innerhalb weniger Tage um beinahe 30 Prozent angezogen. Das setzt viele bäuerliche Betriebe massiv unter Druck. Sollte sich die Kostenlage so weiterentwickeln, sieht Rukwied die Gefahr: Bleibt die Belastung dauerhaft hoch, könnte eine ganze Reihe von Höfen das Handtuch werfen – der Strukturwandel auf dem Land ließe dann nicht lange auf sich warten. Irgendwie fühlt es sich an, als stünde die Branche am Scheideweg zwischen Traktor und Tankstelle.
Rukwied fordert einen sofortigen Stopp der CO2-Abgabe auf Diesel für sämtliche Wirtschaftsbereiche, da steigende Energie- und Betriebsmittelkosten viele landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland gefährden. Gegenüber Kritik an zusätzlicher Subventionierung verteidigt er seine Haltung mit dem Hinweis auf Gleichbehandlung und die massive Belastung auch anderer Branchen wie dem Transportwesen. Insbesondere der internationale Preisvergleich und die sprunghaften Düngerpreise verschärfen laut Rukwied die Lage, und die Sorge wächst, dass weitere Höfe in absehbarer Zeit endgültig schließen müssen.
Ergänzende Recherche ergibt: Seit Anfang 2024 merken Landwirte und Spediteure die Belastung durch die gestiegene CO2-Abgabe noch deutlicher, da gleichzeitig auch die Mineralölsteuer und der Wegfall der Agrardiesel-Rückvergütung im Raum stehen. Laut Branchenverbänden sei der Wettbewerbsnachteil zu Nachbarländern wie Polen und den Niederlanden deutlich spürbar – dort sind dieselbe Menge Kraftstoff und Betriebsmittel oft erheblich günstiger. Die Bundesregierung argumentiert, dass die CO2-Bepreisung ein wichtiger Hebel zur Erreichung der Klimaziele sei, betont jedoch Gesprächsbereitschaft über Ausgleichsmechanismen für besonders betroffene Branchen. Gleichzeitig häufen sich Proteste und Aktionsbündnisse der Landwirte, die vielfach sogar Straßensperren und Mahnfeuer einsetzen, um politischen Druck aufzubauen.