Booking.com-Chef fordert Ausgewogenheit bei Regulierung von Ferienwohnungen

Glenn Fogel, Kopf von Booking.com, plädiert für sinnvolle, aber maßvolle Regeln im Markt für Ferienwohnungen.

heute 05:02 Uhr | 3 mal gelesen

Regeln ja – aber bitte nicht maßlos. So ungefähr lässt sich Glenn Fogels aktuelle Sichtweise zusammenfassen. Dem 'Tagesspiegel' und dem 'Handelsblatt' schilderte er (Freitag-Ausgaben), dass ein Gleichgewicht nötig sei, wenn es um Richtlinien für Ferienunterkünfte geht. Die Plattform kooperiere dazu eng mit Stadtverwaltungen und anderen Akteuren. Mittlerweile umfasst Booking über 32 Millionen Angebote; fast ein Drittel davon sind private Ferienwohnungen oder -häuser – eine Zahl, die allein im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent anzog. Klar, der Boom bringt auch Ärger: Bewohner von Großstädten wie Paris, Venedig oder Berlin beschweren sich über knappen Wohnraum und steigende Mieten – und nicht selten über die Lautstärke der Urlaubsgäste. "Natürlich sind Regulierungen nötig; ohne sie gäbe es ein heilloses Durcheinander", gesteht Fogel ein. Aber, so warnt er fast schon väterlich: Zu harte Eingriffe könnten auch das Gegenteil bewirken, sprich: Schlafende Hunde wecken und das System durch unnötige Hürden lähmen. Man merkt ihm an, dass er für das Thema brennt – aber auch keine Allheilmittel hat. Wohnungsknappheit lösen? Dafür wird es mehr brauchen als ein paar neue Gesetze.

Booking.com-CEO Glenn Fogel spricht sich für eine ausbalancierte Regulierung von Ferienapartments aus. Er betont, dass zu strenge Vorschriften Innovation und Effizienz bremsen könnten, während ein Mangel an Regeln das Wohnungsangebot und das Miteinander in Städten gefährden würde. Die Debatte ist besonders aktuell: Immer mehr Städte verschärfen aktuell ihre Richtlinien – Berlin und Paris arbeiten an neuen Registrierungs- und Steuerpflichten. Zugleich steht die Plattform unter Druck, Daten transparenter zu teilen. Branchenbeobachter erwarten, dass sich der staatliche Kurs in den kommenden Jahren weiter verschärfen und die kurzfristige Vermietung massiv beeinflussen wird. Auch die EU plant umfangreiche Vorgaben für digitale Vermittler; der Digital Markets Act sieht vor, dass Plattformen wie Booking und Airbnb Melde- und Transparenzpflichten erfüllen müssen. Die Plattformbetreiber stehen damit vor einer Gratwanderung zwischen Wachstum und gesellschaftlicher Akzeptanz.

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