Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – Kein Wechsel in Özdemirs Kabinett
Boris Palmer, der Oberbürgermeister von Tübingen, zieht es vor, seine Amtsgeschäfte vor Ort weiterzuführen, anstatt Teil der neuen baden-württembergischen Landesregierung unter Cem Özdemir zu werden.
Das geht aus Berichten der 'Stuttgarter Zeitung' hervor, die sich auf grüne Parteikreise berufen.
heute 14:48 Uhr | 3 mal gelesen
Boris Palmer bleibt, wo er ist: Oberbürgermeister von Tübingen. Trotz aller Gerüchte und trotz der lockenden Aussicht auf ein Ministeramt in Stuttgart hat Palmer laut eigener Aussage kein Interesse, in die Landesregierung unter Cem Özdemir einzutreten. Özdemir, der wohl als nächster Ministerpräsident gehandelt wird, berichtete im Landesvorstand, er habe das Thema mit Palmer besprochen. Doch dieser will sich seiner Verantwortung in Tübingen nicht entziehen. ‚Ich habe einen Auftrag für acht Jahre von den Bürgern erhalten‘, betonte Palmer, und den wolle er auch erfüllen. Dass Palmer als unabhängiger Kopf jenseits der klassischen Parteigrenzen agiert, ist nicht neu – seit dem Bruch mit den Grünen ist er trotzdem immer wieder im Gespräch, wenn es um Realpolitik geht. Im Wahlkampf unterstützte Palmer Özdemir, was die Fantasie der politischen Gerüchteküche neu beflügelte. Jetzt ist aber erstmal Schluss mit den Spekulationen.
Boris Palmers Entscheidung, in Tübingen zu bleiben, spiegelt seine Position als unabhängiger, eigenwilliger Kommunalpolitiker wider, der Parteiidentitäten längst hinter sich gelassen hat. Unabhängig von wiederkehrenden Spekulationen über eine Rückkehr in grüne Regierungskreise bleibt Palmer seinem Amt treu, wohl auch, weil er sich in der Kommunalpolitik direkt und nah an Bürgeranliegen sieht – ein Kontrastprogramm zur oft abstrakten Landespolitik. Aktuelle Nachrichten zeigen zudem, dass die neue Regierung um Cem Özdemir gerade erst im Entstehen begriffen ist und Palmer offenbar trotz seiner früheren prominenten Rolle bei den Grünen wenig Lust hat, sich den Zwängen eines Kabinetts unterzuordnen. In den letzten 48 Stunden berichten verschiedene Medien detailliert über die Koalitionsverhandlungen, Personalrochaden sowie die Bedeutung unabhängiger Stimmen abseits des Parteinarrativs in Baden-Württemberg. Die Diskussionen um unabhängige Politiker wie Palmer, Fragen nach Glaubwürdigkeit und Bürgernähe werden, gerade jetzt, intensiv geführt.