Die Bundeswehr resümiert ihren Kurzeinsatz in Grönland als vollen Erfolg: Besonders die breit gefächerte Zusammenarbeit mit den dänischen Kolleginnen und Kollegen erwies sich als produktiv und unkompliziert. Trotz der begrenzten Zeit am Einsatzort zeigte sich, wie wertvoll multilaterale militärische Übungsmissionen für den Wissens- und Erfahrungstransfer sind – und wie sie zugleich diplomatische Beziehungen stärken. Interessant ist auch die überregionale Dimension: In den vergangenen Tagen berichteten verschiedene Medien vermehrt über den globalen Trend zu stärkeren Verteidigungskooperationen im arktischen Raum – ein Thema, das angesichts geopolitischer Veränderungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus wurden im Zuge des Grönland-Einsatzes von mehreren Stellen insbesondere die logistischen Herausforderungen in der polaren Umgebung hervorgehoben, etwa die Versorgung in der Kälte und die komplexe Abstimmung unter den Nationen. Nicht zu vergessen: Die militärische Präsenz in Grönland steht im Zusammenhang mit der Strategie, die nördlichen Breitengrade angesichts sich wandelnder Sicherheitslagen stärker in den Blick zu nehmen.