Bundeswehr bewertet Grönland-Mission als Erfolg – Rückblick auf einen ungewöhnlichen Einsatz

Nach ihrem Kurzaufenthalt in Grönland zieht die Bundeswehr eine positive Bilanz. Die Kooperation mit den dänischen Streitkräften und internationalen Partnern verlief reibungslos, auch wenn der Kontakt zu den Einheimischen eher beiläufig war.

heute 14:55 Uhr | 1 mal gelesen

Eigentlich hatte ich erwartet, dass so ein Einsatz abseits des Gewohnten seine Stolpersteine bereithält – Grönland klingt schon allein wegen des Namens nach einer Herausforderung. Oberstleutnant Peter Mielewczyk, der Sprecher dieser ungewöhnlichen Mission, wirkte jedenfalls recht zufrieden: „An Unterstützung hat es uns in der kurzen Zeit nicht gemangelt“, erklärte er gegenüber der Funke-Mediengruppe am Flughafen von Nuuk. Im Grunde genommen war das Ziel recht klar umrissen: Im Kontext von Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen sollten Erkundungen durchgeführt werden – nicht mehr, nicht weniger. Überraschend, wie viele internationale Bande dabei geknüpft wurden: Besonders lebhaft war der Austausch mit Partnern aus Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Island. Man merkt, dass solche Gelegenheiten genutzt werden, um Netzwerke zu stärken. Und der Kontakt zur grönländischen Bevölkerung? Nun ja, er blieb letztlich auf freundliches Winken beschränkt. Klingt charmant, irgendwie. Jetzt steht erst mal die Nachbereitung an, bei der überlegt wird, was aus diesem kurzen Einsatz für kommende Schritte zu lernen ist.

Die Bundeswehr resümiert ihren Kurzeinsatz in Grönland als vollen Erfolg: Besonders die breit gefächerte Zusammenarbeit mit den dänischen Kolleginnen und Kollegen erwies sich als produktiv und unkompliziert. Trotz der begrenzten Zeit am Einsatzort zeigte sich, wie wertvoll multilaterale militärische Übungsmissionen für den Wissens- und Erfahrungstransfer sind – und wie sie zugleich diplomatische Beziehungen stärken. Interessant ist auch die überregionale Dimension: In den vergangenen Tagen berichteten verschiedene Medien vermehrt über den globalen Trend zu stärkeren Verteidigungskooperationen im arktischen Raum – ein Thema, das angesichts geopolitischer Veränderungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus wurden im Zuge des Grönland-Einsatzes von mehreren Stellen insbesondere die logistischen Herausforderungen in der polaren Umgebung hervorgehoben, etwa die Versorgung in der Kälte und die komplexe Abstimmung unter den Nationen. Nicht zu vergessen: Die militärische Präsenz in Grönland steht im Zusammenhang mit der Strategie, die nördlichen Breitengrade angesichts sich wandelnder Sicherheitslagen stärker in den Blick zu nehmen.

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