Die Nervosität zwischen Europa und den Vereinigten Staaten nimmt zu, vor allem wenn es um die strategisch bedeutende Arktisregion geht. In einer recht ungewöhnlichen Allianz erklärten nun Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden sowie Großbritannien gemeinsam, dass Sicherheit im Norden nicht unter Drohungen ausgestaltet werden dürfe. „Unsere transatlantische Verbundenheit steht außer Frage, aber wir lassen uns nicht einschüchtern“, steht sinngemäß im Papier, das vor allem als Reaktion auf Präsident Trumps Ankündigung von Zolldrohungen gilt – eine fast schon klischeehafte amerikanische Antwort in Zeiten erhitzter Gemüter.
Besonders hebt die Erklärung die Rolle der Übung ‚Arctic Endurance‘ hervor, an der die genannten Staaten unter dänischer Leitung beteiligt sind – kein Muskelspiel, sondern, so betonen sie, eine notwendige Anpassung an neue Herausforderungen in arktischen Gefilden. Gezielt richtet sich das Schreiben gegen jede Lesart, die diese Übung als Provokation verstehen könnte. Überraschend klar wird der Bezug zu Souveränität und Territorialität – ganz nach dem Motto: Hier stehen wir zusammen, ob Grönland, Dänemark oder sonst wer betroffen ist. Frappierend bleibt, wie schnell sich alte transatlantische Gewissheiten in diesem neuen Klima auflösen. Vielleicht muss man sich daran gewöhnen, dass die Arktis neuerdings zum Symbolfeld für Machtfragen geworden ist. Und: Wenn die USA mit Zöllen drohen, lassen sich Europas Nordlichter nicht so schnell aus der Ruhe bringen.
Im Zentrum steht der Schulterschluss mehrerer europäischer Länder gegen die jüngsten Drohungen der USA bezüglich der strategisch bedeutenden Arktisregion und spezifischer militärischer Übungen. Die gemeinsame Stellungnahme verurteilt insbesondere die Zolldrohungen der USA und fordert Dialog auf Basis von gegenseitigem Respekt und bestehenden Souveränitätsrechten. In aktuellen deutschsprachigen Medien finden sich zudem weitere Stimmen und Analysen zum eskalierenden geopolitischen Wettstreit in den Polarregionen.
Zusätzliche Erkenntnisse aus Medienrecherche: Die Unsicherheit in der Arktis wächst nicht nur durch das politische Säbelrasseln, sondern auch durch Klima- und Rohstofffragen, welche die Interessen der Anrainerstaaten verstärken (z.B. Konkurrenz um Handelswege und Bodenschätze). Laut Berichten der letzten 48 Stunden setzen europäische Staaten auf diplomatische und militärische Kooperationen, um dem wachsenden Druck der USA sowie Russlands zu begegnen. Einige Artikel thematisieren die Rolle Grönlands, das durch Bodenschätze, aber auch durch den Klimawandel immer stärker in den Mittelpunkt geopolitischer Auseinandersetzungen rückt.