Das GovTech Lab Ukraine ist die erste landesweite Plattform des Landes, um den Staat und innovative Start-ups miteinander zu verzahnen. Hier steht die Entwicklung und das Erproben moderner digitaler Lösungen für echte administrative Herausforderungen auf Agenda – keine Theorie also. citytax, ein auf digital gestütztes Tourismusmanagement spezialisiertes Start-up, setzte sich unter 67 europäischen Bewerbern durch und wurde für das Themenfeld datenbasierter Tourismus ausgezeichnet. Das Team arbeitet nun eng mit der ukrainischen Staatlichen Agentur für Tourismusentwicklung. Ziel: In einem Pilotprojekt entsteht eine Plattform, die Unterkünfte digital erfasst, Tourismusabgaben abwickelt und dies mit Hilfe von strukturierten Daten, standardisierten IDs und KI-gestützten Kontrollen besonders effizient und transparent macht. Geplant ist, die Plattform eng am europäischen Rechtsrahmen (EU-Verordnung 2024/1028) auszurichten – wichtige Weichenstellung, denn: Ab 2026 wird digitale Erfassung von Kurzzeitvermietungen für alle EU-Länder verpflichtend. "Unser Ansatz zeigt, dass man sinnvolle digitale Tools bauen kann, die grenzüberschreitend funktionieren und pragmatische Verwaltungslösungen bieten", sagt Julian Ipsen, citytax-Mitbegründer. CTO Virginijus Kandrotas betont die Bedeutung offener und sicherer Infrastruktur: "Open-Source und Interoperabilität werden für Verwaltungen zum Standard, wenn Europa bei Digitalisierung vorne bleiben will." Wer hätte gedacht, dass der europäische Tourismus durch ein ukrainisch-litauisch-deutsches Team neue Facetten der Zusammenarbeit gewinnt? Noch vor wenigen Jahren undenkbar.
citytax, ein junges Unternehmen aus Litauen und Deutschland, hat sich im GovTech-Lab-Wettbewerb der Ukraine durchgesetzt und wurde als Gewinner in der Kategorie datengetriebenes Tourismusmanagement gekürt. Das Unternehmen realisiert innerhalb von 12 Wochen gemeinsam mit der ukrainischen Tourismusbehörde eine digitale Plattform, die bestehende Verwaltungslasten bei der Registrierung von Unterkünften und der Erhebung von Touristenabgaben reduziert und dabei die Transparenz wie auch die Datenqualität verbessert. Hintergrund ist die neue EU-Verordnung 2024/1028, die ab 2026 eine verbindliche digitale Erfassung von Kurzzeitvermietungen verlangt, sodass das ukrainische Pilotprojekt auch als Modell für andere EU-Länder dienen könnte.
Im internationalen Vergleich stehen viele Kommunen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Digitalisierung des Tourismussektors. Eine Herausforderung ist der Umgang mit nicht registrierten Unterkünften und dem Wildwuchs bei privaten Plattformen wie Airbnb, was sowohl Einnahmen als auch Fairness im Markt betrifft. Die Initiative von citytax zeigt, wie technisch zeitgemäße und offen gestaltete Systeme helfen können, den Flickenteppich europäischer Verwaltungsstrukturen zu überwinden und gesetzliche Anforderungen effizient umzusetzen. Auch in den deutschen Medien wird die Diskussion um die Digitalisierung im öffentlichen Sektor zunehmend dringlicher geführt – Stichwort: Verwaltungsmodernisierung und europäische Vergleichbarkeit.