Weltnichtraucher-Tag: Asklepios Kliniken drängen auf deutschlandweite Nichtraucherstrategie

Hamburg – Zum Weltnichtraucher-Tag am 31. Mai unterstreichen die Asklepios Kliniken mit Nachdruck die Notwendigkeit, tabakbedingte Krankheiten energischer zu bekämpfen. Neben gezielter Prävention und Schutzmaßnahmen für die Jugend fordern sie umfassende Unterstützung fürs Aufhören und ein entschlosseneres politisches Handeln – nur so lässt sich eine rauchfreie Gesellschaft verwirklichen. Große Worte allein – etwa über Tabaksteuern – reichen nach Ansicht der Klinikgruppe nicht, vielmehr braucht es einen ganzen Maßnahmen-Katalog, angelehnt etwa an das Beispiel Großbritanniens, wie Geschäftsführer Joachim Gemmel betont. Zahlen mahnen zur Eile: Der Anteil rauchender Jugendlicher ist zuletzt massiv gestiegen.

heute 11:00 Uhr | 8 mal gelesen

Jeden Tag erleben die Mitarbeitenden der Asklepios Kliniken, welche Spuren das Rauchen in Körper und Leben hinterlässt – Krankheiten, Leid, so viel, was man vermeiden könnte. Mit diesen Eindrücken fordern leitende Asklepios-Ärztinnen und Ärzte, etwa PD Dr. Sara Sheikhzadeh, eine echte Gesamtstrategie, die vor allem Kinder und Jugendliche besser schützt sowie Menschen beim Aufhören unterstützt. Für CEO Joachim Gemmel ist dies längst auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung: Der heute selbstverständliche Rauchverzicht in Zügen und Restaurants sei einst undenkbar gewesen – umso wichtiger sei es, jetzt weiterzudenken. Fachleute der Lungenzentren in Hamburg und München sehen die Folgen täglich: Lungenkrebs bleibt Todesursache Nummer eins, bei jährlich über 56.000 Neuerkrankungen und 44.000 Toten allein in Deutschland – meistens ursächlich das Rauchen. Besonders alarmierend ist der Trend bei jungen Menschen und Frauen; in der Gautinger Lungenklinik stieg der Frauenanteil bei Lungenkrebs von 41 auf 47 Prozent, 2024 starben bundesweit erstmals mehr Frauen an Lungen- als an Brustkrebs. Zwar sorgt verbesserte Früherkennung für Fortschritte, doch wirkliche Effekte sind nur durch Prävention und entschlossene Rauchstopp-Förderung zu erwarten. Mediziner wie Dr. Gunther Wiest und Dr. Maren Kirchhöfer betonen: Das Gesundheitssystem kämpft mit den Folgen, aber bekämpft bisher zu wenig die eigentliche Ursache. Führende medizinische Fachgesellschaften ziehen mit: Sie plädieren für höhere Steuern, Werbeverbote und systematische Entwöhnungsangebote. Politik und Gesellschaft sind gefordert, echte Verantwortung zu übernehmen.

In ihrem Appell zum Weltnichtraucher-Tag fordern die Asklepios Kliniken die Politik dazu auf, aus der zunehmenden Zahl rauchender Jugendlicher und den weiterhin alarmierenden Statistiken zu Lungenkrebs endlich Konsequenzen zu ziehen – mit Maßnahmen, die von konsequenter Prävention bis hin zu systematischen Programmen zum Rauchstopp reichen. Aktuelle Entwicklungen in Europa zeigen: Während Länder wie Großbritannien mit umfassenden Tabakkontrollstrategien Erfolge verbuchen, nimmt in Deutschland der Anteil rauchender Heranwachsender rapide zu, wobei laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit von 2021 auf 2025 ein Zuwachs um 60 Prozent zu beobachten ist. Die Kliniken weisen auf eine besorgniserregende Entwicklung bei Frauen hin, die inzwischen häufiger an Lungenkrebs sterben als an Brustkrebs, und verweisen auf einen breiten Konsens unter Fachgesellschaften, Tabakkontrolle endlich zur echten Priorität zu machen. Weitere aktuelle Entwicklungen aus zusätzlichen Quellen zeigen, dass laut einer internationalen WHO-Studie Europas Jugend weiterhin am meisten raucht und Experten warnen, dass die steigende Beliebtheit von E-Zigaretten und Vapes das Präventionsproblem verkompliziert – diese Aspekte werden in der öffentlichen Debatte bislang zu wenig beachtet (Quelle: [taz.de](https://www.taz.de)). Parallel beschäftigt sich die Politik mit Verschärfungen beim Jugendschutz vor allem rund um neue Nikotinprodukte und digitale Werbung ([spiegel.de](https://www.spiegel.de)), während Präventionsinitiativen weiterhin unterfinanziert bleiben und Sozialverbände hier politischen Nachholbedarf sehen ([zeit.de](https://www.zeit.de)).

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