Am Ende eines wechselhaften Handelstags in New York stand der Dow Jones bei 52.553 Zählern – ein Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Nasdaq 100 beendete den Tag mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 29.026 Punkte. Im breiten S&P 500 ging es um 0,5 Prozent nach unten, Schlusskurs: 7.534 Punkte.
Marktbeobachter wie CMC-Experte Andreas Lipkow registrierten robuste Arbeitsmarktdaten, welche die grundsätzliche Stabilität der US-Wirtschaft bestätigen. „Die Umsätze im Einzelhandel hinkten stellenweise den Erwartungen hinterher, was auf eine vorsichtige Konsumhaltung schließen lässt. Überraschend kam dagegen ein kräftiger Sprung beim Philadelphia-Fed-Index, der mit 41,4 Punkten die Prognosen deutlich übertraf. Das stützt die Hoffnung auf einen Dreh nach oben im Wirtschaftszyklus, wobei die Stimmungsindikatoren aus den USA und China einige Marktteilnehmer mutig stimmen“, so Lipkow.
Wenig Bewegung ergab sich in der Geldpolitik – die Notenbanken verharren laut Lipkow im Abwarten und liefern über verbale Eingriffe allenfalls Beruhigungssignale. „Das reicht nicht, um die Sommermüdigkeit zu vertreiben und neue Kaufimpulse zu setzen.“ Zur Währungsseite: Der Euro kostete zum Abend 1,1441 US-Dollar – etwas weniger als zuvor. Parallel dazu verteuerte sich der Dollar auf 0,8740 Euro.
Der Goldpreis fiel am Donnerstagabend kräftig: Eine Feinunze kostete nur noch 3.976 US-Dollar, ein Rücksetzer von etwa 2 Prozent – umgerechnet sind das 111,74 Euro pro Gramm. Auch Rohöl dürften Investoren mit Argwohn betrachten: Brent-Öl wurde um 84,29 US-Dollar je Fass gehandelt und damit 0,8 Prozent günstiger als am Vortag.
Die US-Börsen durchlebten einen schwachen Handelstag, getrieben von gemischten Konjunkturdaten: Während der Arbeitsmarkt robust erscheint, trüben enttäuschende Einzelhandelsumsätze und ein Mangel an frischen geldpolitischen Impulsen die Stimmung. Pessimisten mahnen angesichts aufkeimender Inflationssorgen zur Vorsicht, während andere weiter auf Erholung setzen, gestützt von positiven Indikatoren insbesondere aus den USA und China. Parallel dazu rauschte der Goldpreis spürbar in die Tiefe, nachdem sich Anleger angesichts der unsicheren Gemengelage offenbar zurückhielten, während auch die Preise für Brent-Öl nachgaben.
Aktuell sind Experten weiterhin zwiegespalten in ihrer Einschätzung zum weiteren Börsentrend – einerseits stehen gute Stimmungsindikatoren, andererseits bleibt das Risiko von Inflation und einer abwartenden Zentralbankpolitik. Frische Impulse vom US-Arbeitsmarkt deuten auf ein solides Fundament, doch der vorsichtige Konsum trübt die Hoffnung auf eine rasche Wirtschaftserholung. In Europa sorgte die leichte Schwäche des Euro für Zurückhaltung, während Rohstoffe wie Gold und Öl jüngst unter Verkaufsdruck gerieten.