Erneute US-Luftschläge auf iranische Ziele

Die Vereinigten Staaten haben am Donnerstagabend eine weitere Serie von Luftangriffen auf iranische Stellungen durchgeführt.

heute 20:59 Uhr | 1 mal gelesen

Das US-Zentralkommando informierte darüber, dass die Angriffe etwa um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit begannen – und damit setzt Washington seine gegen den Iran gerichteten Einsätze bereits am fünften Tag hintereinander fort. Im Detail bleibt allerdings vieles im Dunklen: Über die exakten Standorte der bombardierten Ziele schweigen sowohl Pentagon als auch Militärsprecher. Noch vor Beginn der Angriffe hatte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, betont, Präsident Biden werde es nicht hinnehmen, dass der Iran Schiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus angreift – trotzdem laufe laut Leavitt ein „intensiver Dialog“ mit Teheran im Hintergrund. Wie Iran auf diese wiederholte Eskalation antwortet, ist offen. In den letzten Wochen folgten auf US-Angriffe jedoch häufig schnelle Gegenschläge iranischer Kräfte – meistens gegen US-Einrichtungen rund um den Persischen Golfraum. Ob das diesmal ähnlich läuft? Schwer vorherzusagen.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erreichen einen neuen Höhepunkt: Erneut hat Washington mit gezielten Luftangriffen auf iranische Ziele reagiert, was offiziell mit dem Schutz von Handelsschiffen und einer Schwächung des iranischen Militärpotenzials begründet wird. Die Details der Angriffe bleiben – wie so oft – unter strenger Geheimhaltung, und selbst erfahrene Analysten rätseln, was diese erneute Eskalation für die ohnehin fragile Sicherheit im Nahen Osten bedeutet. Während aus dem Weißen Haus Gesprächsbereitschaft signalisiert wird, scheint eine unmittelbare Entspannung der Lage kaum realistisch; immerhin wächst die Sorge, dass aus den Vergeltungsmaßnahmen ein umfassenderer Konflikt erwachsen könnte. Neuere Medienberichte (z.B. bei der „Süddeutschen Zeitung“ und der „ZEIT“) verweisen zudem darauf, dass die Angriffe auch innenpolitisch in den USA (im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen) genutzt werden könnten, um Entschlossenheit zu demonstrieren und von anderen Krisen abzulenken.

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