Ganz ehrlich: Einfach mal schnell ein Trikot im Netz bestellt – wer hat’s noch nicht getan? Gerade jetzt vor der WM tauchen verlockend preiswerte Trikots überall online auf. Aber Achtung: Wer dabei zu einem gefälschten Jersey greift, landet schnell im Graubereich, manchmal sogar im Illegalen, gerade wenn die Schiris vom Zoll mitlesen. Wie mir die Sprecherin der Generalzolldirektion vor kurzem gegenüber der 'Rheinischen Post' mitteilte: Wer sicher sein will, kauft besser direkt über die offiziellen Kanäle der Hersteller. Offizielle Webseiten, eindeutige Impressumsangaben – darauf sollte man wirklich achten. Beim Händler fehlt irgendeine Adresse, oder der Preis klingt nach zu schön, um wahr zu sein? Meistens ist dann tatsächlich ein Haken dran. Vor allem: Wer dann doch ein Fake bestellt, läuft auch als Privatperson Gefahr, als 'teilnehmende Partei am Wirtschaftsverkehr' gesehen zu werden, besonders wenn der Kauf über Internetschaufenster läuft. Das ist übrigens mehr als bloß ein juristischer Zungenbrecher.
Der entscheidende Punkt: Der Online-Kauf vermeintlicher Schnäppchen-WM-Trikots birgt rechtliche Risiken. Bei gefälschter Markenware warnen Behörden nicht nur vor Strafbarkeit – selbst für Privatkäuferinnen und Käufer. Der deutsche Zoll weist darauf hin, dass fehlende Impressumsangaben und unrealistische Preise deutliche Warnsignale sind und empfiehlt, nur bei vertrauenswürdigen und offiziellen Seiten einzukaufen. Aktuell verschärft sich der Kampf gegen Produktpiraterie besonders rund um Großveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Zahlreiche Medien berichten zudem, dass Fälschungen oft von schlechter Qualität sind und am Ende mehr Ärger als Ersparnis einbringen. Laut jüngsten Recherchen kommt es auch vor, dass Paketdienste gefälschte Ware unter Umständen einbehalten und Betroffene ein Bußgeld zahlen müssen.